Abschuss von Flug MH17
Niederländer will Beweise für Raketenangriff haben

Eine russische Buk-Rakete. Die soll, einem Niederländischen TV-Reporter zufolge, die Passagiermaschine MH17 über der Ostukraine getroffen haben. Er will hierfür Beweise an der Absturzstelle gefunden zu haben.
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Den HaagEin niederländischer TV-Reporter hat nach eigenen Angaben Beweise gefunden, dass die Passagiermaschine MH17 über der Ostukraine von einer Buk-Rakete aus russischer Produktion abgeschossen wurde. Reste einer Boden-Luft-Rakete seien am Freitag dem zuständigen Sicherheitsrat in Den Haag übergeben worden, teilte der Sender RTL mit.

Der Reporter hatte nach eigenen Angaben mehrere kleine Metallstücke an der Absturzstelle gefunden und von unabhängigen Experten untersuchen lassen. Die bestätigten in dem TV-Bericht, dass sie von einer Buk-Rakete stammten. Auf einem Stück war ein kyrillischer Buchstabe zu erkennen. Wer die Rakete abgeschossen hat, blieb damit jedoch weiter ungeklärt.

Die Passagiermaschine der Malaysia Airlines war über der Ostukraine abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord wurden getötet. Die meisten Opfer waren Niederländer. Der Reporter erklärte, dass er die Metallteile drei Tage nach der Katastrophe gefunden hatte.

Der Sicherheitsrat, der die Untersuchung nach der Ursache des Absturzes leitet, reagierte abwartend. „Es muss zweifelsfrei bewiesen sein, dass es einen Bezug zwischen dem Material und dem abgestürzten Flugzeug gibt.“

Ermittler hatten bereits Ende 2014 angegeben, dass viele Indizien auf einen Abschuss durch eine Buk-Rakete wiesen. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Der Abschlussbericht des Sicherheitsrates soll im Herbst vorgelegt werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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