Deutsche Bahn
Personalvorstand Weber geht vorzeitig

Ulrich Weber verlässt die Deutsche Bahn. Der Personalvorstand gibt seinen Posten Ende 2017 ab. Wegen eines Streits um die Besetzung sind zwei andere Ressorts seit März unbesetzt.
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BerlinBei der Deutschen Bahn will Personalvorstand Ulrich Weber seinen Posten bis zum Jahresende aufgeben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Unternehmenskreisen. Demnach hat Weber den Aufsichtsratsvorsitzenden Utz-Hellmuth Felcht vor kurzem über seine Absicht unterrichtet, seine Tätigkeit vorzeitig zu beenden.

Der 67 Jahre alte Weber ist seit Juli 2009 bei der Bahn und damit länger im Amt als alle seine Vorgänger seit der Bahnreform 1994. Sein Vertrag war im vergangenen Dezember bis Ende 2018 verlängert worden.

Weber habe vor Führungskräften zwei Gründe für seinen Schritt angegeben, hieß es. Es sei fair und richtig, dass ein neuer Personalvorstand beim anstehenden Neuaufbau eines Vorstandsteams von Anfang an mit dabei sei, wurde Weber zitiert. Zudem wisse er aus eigener Erfahrung, dass man etwas Zeit brauche, um sich in eine neue Tarifrunde einzuarbeiten, die für Ende 2018 ansteht.

Der Konzernvorstand bekam nach dem Rücktritt des Vorsitzenden Rüdiger Grube einen neuen Zuschnitt. Zwei Stellen sind jedoch seit März noch unbesetzt: der Posten für Güterverkehr und Logistik sowie derjenige für Digitalisierung und Technik.

Eine für den 20. Juli geplante Aufsichtsrats-Sondersitzung zur Berufung der beiden Vorstandsmitglieder war kurzfristig abgesagt worden. Gegen den Chef der Güterbahn-Tochter DB Cargo, Jürgen Wilder, der an die Spitze des Güterverkehr-Ressorts rücken sollte, hatte es in Teilen des Aufsichtsrats Vorbehalte gegeben. Nun ist offen, wann die Entscheidung über die beiden Personalien fallen wird.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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