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Monkey 47 und Pernod RicardFranzosen setzen auf den Schwarzwald-Gin

Monkey 47 zählt in Deutschland zu den großen Gewinnern des Gin-Booms. Das bleibt auch dem Getränkeriesen Pernord Ricard nicht verborgen. Die Franzosen steigen jetzt bei der Brennerei aus dem Schwarzwald ein. 29.01.2016 - 15:39 Uhr Artikel anhören

Der Gin aus dem Schwarzwald hat es zu globaler Bekanntheit gebracht.

Foto: Monkey 47

Paris. Der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard übernimmt einen Mehrheitsanteil an der deutschen Brennerei Black Forest Distillers, die die Gin-Marke Monkey 47 herstellt. Das französische Unternehmen verkündete den Deal am Freitag, demnach wurde der Vertrag am Donnerstag in Berlin unterzeichnet. Er steht aber noch unter dem Vorbehalt der Prüfung durch die Kartellbehörden. Zur Höhe des Anteils und zum Umfang des Geschäfts schwieg Pernod Ricard.

„Monkey 47 ist ein Juwel“, erklärte Pernod Ricard. Mit dieser Investition in die Brennerei im Schwarzwald werde das Unternehmen sein Angebot an Gin in Premiumqualität ausweiten und die deutsche Marke global bekannt machen. Monkey 47 hat seinen Namen daher, dass nach Angaben der Brennerei genau 47 pflanzliche Zutaten zur Herstellung der Spirituose nötig sind.

Monkey 47 ist teurer als eine Flasche Gin des Herstellers Pernod Ricard. Der französische Konzern brennt die Marke Beefeater.

Wohin der deutsche Gin exportiert wird
Russland - 127.496 Liter* im Jahr 2013Die Russen mögen nur Wodka? Von wegen. Die deutschen Gin-Exporte nach Russland legen um satte 24 Prozent zu.*Zur besseren Vergleichbarkeit weist das Statistische Bundesamt in der Außenhandelsstatistik für Spirituosen nur den Anteil reinen Alkohols aus. Die angegebene Literangabe ist also nur der reine Alkohol, der im Gin enthalten ist, nicht tatsächliche Literangabe aller Gin-Exporte. Die Angaben beziehen sich auf alle Importe in Behältnissen bis zu zwei Liter.
Polen - 167.353 Liter* im Jahr 2013Auch im Nachbarland wird der deutsche Gin beliebter. Der Export ist in einem Jahr um 25,5 Prozent gestiegen.
Frankreich - 213.019 Liter* im Jahr 2013Im Land des Weins schrumpft die Nachfrage nach deutschem Gin. Der Export zu den Franzosen sinkt um rund 10 Prozent.
Schweiz - 238.866 Liter* im Jahr 2013Die Eidgenossen haben zwar deutlich weniger Einwohner als Frankreich, aber die Gin-Importe aus Deutschland legen um 2,8 Prozent zu.
Niederlande - 251.582 Liter* im Jahr 2013Mit dem Genever stammt einer der Vorläufer des heutigen Gins aus den Niederlanden. Die deutsche Exporte ins Nachbarland schrumpfen um 6,2 Prozent.
Tschechien - 253.756 Liter* im Jahr 2013Die Gin-Exporte in die Tschechische Republik sind im Vergleich zum Vorjahr geradezu explodiert und legen um satte 205 Prozent zu.
Spanien - 261.080 Liter* im Jahr 2013Die Spanier blicken auf eine große Gin-Tradition zurück - und auch die deutschen Import-Gins werden immer beliebter. Der Import nimmt um 22,3 Prozent zu.
Dänemark - 309.701 Liter* im Jahr 2013Auch die nördlichen Nachbarn gehören zu den größten Nachfragern für deutschen Gin. Die Importe nehmen um 13,1 Prozent zu.
Belgien - 476.499 Liter* im Jahr 2013In kaum einem Land ist der deutsche Gin beliebter als in Belgien. Die deutschen Exporte nach ins Nachbarland nehmen um 11,7 Prozent zu.
Großbritannien - 541.850 Liter* im Jahr 2013Das Mutterland des Gins ist auch der größte Nachfrager für deutsche Gin-Exporte. Auch wenn die Menge des exportierten Gins zu den Briten dieses Jahr nur leicht um 1,1 Prozent zulegt.

afp
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