Niederlage für Nestlé Gericht kippt Nespresso-Patent

Der Schweizer Konzern Nestlé hat vor dem Bundespatentgericht in München eine Niederlage erlitten, ein Patent wurde für nichtig erklärt. Für andere Hersteller von Kapselmaschinen ein Erfolg.
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Im Kampf um den boomenden Markt für Kaffee-Kapseln hat der Nestlé-Konzern eine Niederlage erlitten. Quelle: dapd
Nestlé unterliegt in Patentstreit

Im Kampf um den boomenden Markt für Kaffee-Kapseln hat der Nestlé-Konzern eine Niederlage erlitten.

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Zürich/FrankfurtRückschlag für Nestlé im boomenden Geschäft mit Kaffee-Kapseln: Ein Münchner Gericht hat ein Patent für das Nespresso-Kaffeesystem des Schweizer Konzerns gekippt. Dabei ging es um eine Vorrichtung zum Auswurf der Kapseln aus der Kaffeemaschine.

„Das Patent wurde für nichtig erklärt“, teilte das Bundespatentgericht in München am Dienstag mit. Das Urteil erging bereits am 12. Februar. Geklagt hatte die Ethical Coffee Company aus der Schweiz. Sie wirft Nestlé vor, seine Kaffeemaschinen so verändert zu haben, dass Kapseln anderer Anbieter darin verklemmen.

Das Urteil gilt als Erfolg für Unternehmen, die sich einen Teil des rasant wachsenden Geschäfts mit portioniertem Kaffee sichern wollen. Die Marktforschungsfirma Euromonitor bezifferte das Marktvolumen für diese Produkte im Einzelhandel zuletzt mit 13 Milliarden Dollar und schätzt, dass der Umsatz dieses Jahr um 15 Prozent steigen wird. Der Kaffeemarkt insgesamt dürfte um nur sieben Prozent zulegen.

Nespresso hat sich zu einer der erfolgreichsten Nestlé-Marken entwickelt. Der Konzern setzte 2014 mit den vom Schauspieler George Clooney beworbenen kleinen Kaffeedöschen Analystenschätzungen zufolge mehr als vier Milliarden Franken um. Verschiedene Unternehmen haben Konkurrenz-Kapseln für das Nespresso-System auf den Markt gebracht und Nestlé ist in zahlreiche Rechtsstreitigkeiten verwickelt.

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1. Ziegen haben den Kaffee entdeckt.
Viele Legenden ranken sich um die Entdeckung des Kaffees. Eine Geschichte erzählt, dass einem Hirten einige seiner Ziegen viel Arbeit bereiteten. Auch nachts sprangen sie wild herum. Der Hirte klagte sein Leid einem Mönch im nahe gelegenen Kloster. Dieser entdeckte, dass die aktiven Ziegen regelmäßig von einem Baum mit roten Früchten naschten. Er sammelte die Früchte und bereitete daraus einen Sud. Das war der erste Kaffee.

Heute wird Kaffee in über 70 Ländern der Welt angebaut.

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Heiß, klassisch schwarz oder lieber mit aufgeschäumter Milch und Zucker: Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Nun begeht das Getränk seinen Ehrentag. Am 28. September feiert ganz Deutschland den siebten „Tag des Kaffees“. Doch was wissen Sie über die Geschichte der aromatischen Bohne?

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2. Friedrich der Große setzte Kaffeeschnüffler ein.
Kaiser Friedrich der Große führte ein staatliches Kaffeemonopol für Preußen ein. Der Alte Fritz verhängte 1781 den sogenannten „Brennzwang“. Von nun an war es Privatleuten verboten, Kaffeebohnen zu besitzen oder zu rösten - dies oblag den royalen Röstereien. Zur Kontrolle setzte Friedrich der Große im gesamten Land „Kaffeeschnüffler“ ein. Sie sollten am charakteristischen Geruch des gerösteten Kaffees ungehorsame Bürger entlarven.

Heute hat der Staat ein Interesse am Kaffeekonsum der Bevölkerung: Er nimmt durch die Kaffeesteuer eine Milliarde Euro pro Jahr ein

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3. Kaffeetrinken war Spiegel der Gesellschaftsschicht.
Im 18. Jahrhundert schlürfte man in feinen Kreisen den Kaffee ganz unfein aus der Untertasse. Denn auf diese Weise kühlte er schneller ab. Das zu heiße Getränk hätte nämlich die empfindliche Schminke der Herrschaften zerlaufen lassen. Arbeiter- und Bauernfamilien besaßen dagegen in der Regel kein Kaffeegeschirr. Sie löffelten ihren Kaffee aus Suppentellern.

Heute sind Coffee-to-go und schick designte Kaffeemaschinen Ausdruck für modernen Lifestyle.

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4. Kaffee (arabisch: „Quahwa“) ist der „Wein des Orients“.
Mitte des 15. Jahrhunderts trank man in Arabien mit Vorliebe „Quahwa“. Dieser wurde auch „Wein des Orients“ genannt. Das anregende Getränk war im Koran nicht verboten, im Gegensatz zum alkoholhaltigen Wein. Über die Städte Mekka und Medina gelangte der Kaffee dann nach Kairo und Kleinasien. Von dort aus eroberte er Syrien und schließlich Europa.

Heute wird Kaffee weltweit getrunken. Deutschland ist das drittgrößte Konsumland der Welt.

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5. Kaffee war ursprünglich ein Heilmittel.
Ursprungsland für den Anbau von Kaffee ist Äthiopien. Bis ins 12./13. Jahrhundert wurden die wertvollen Bohnen hauptsächlich zu Heilzwecken angebaut. Erst danach wurde Kaffee auch zum Genussmittel.

Heute belegen wissenschaftliche Studien, dass der Genuss positive Wirkungen auf die Gesundheit haben kann. So schützen die Inhaltsstoffe beispielsweise vor Diabetes oder Alzheimer.

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6. Die Industrialisierung wäre ohne Kaffee undenkbar gewesen.
Kaffee hat in Deutschland und in Großbritannien die Industrialisierung vorangetrieben. Gab es im 17. Jahrhundert noch Biersuppe oder sogar Wein zum Frühstück, kam bald am Morgen Kaffee auf den Tisch. Statt träge und müde zu sein, gingen die Arbeiter von da an hellwach in die Fabriken, was die Produktivität erheblich verbesserte.

Heute sind Büros oder Produktionsanlagen ohne Kaffee undenkbar. Bei Besprechungen beispielsweise heißt es häufig als erstes: „Darf ich Ihnen eine Tasse Kaffee anbieten?“

Im Herbst hatten sich die Schweizer dem Druck der französischen Wettbewerbshüter gebeugt und zugesagt, es Mitbewerbern – auch außerhalb Frankreichs – leichter zu machen, mit Nespresso-Maschinen kompatible Kaffeekapseln herzustellen.

Ethical-Coffee-Chef Jean-Paul Gaillard sagte Reuters, er wolle in Schlüsselmärkten in Europa Schadenersatz von Nestlé fordern. Gaillard war früher Chef von Nespresso.

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