Trotz Billigstrategie
Der Privatjet ist das neue Lufthansa-Flaggschiff

Die Lufthansa will mit ihrer neuen Strategie vor allem eines – sparen. In einem Bereich aber gilt Klotzen, nicht Kleckern: Die Privatjet-Sparte soll zu einem echten Flaggschiff des Konzerns werden.
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FrankfurtDie Limousine hält direkt neben dem kleinen Privatflieger. Davor wartet schon der Pilot, um seinen Passagier per Handschlag zu begrüßen. Über wenige Stufen geht es hinein in die Kabine, die luxuriöser kaum ausgestattet sein könnte. Edle helle Ledersessel, Tische aus Mahagoni, eine rote Rose auf jedem Platz. Noch schnell ein Glas Champagner, dann startet der Privatflug.

Das Ziel: Jeder noch so kleine Flughafen, den sich der Kunde wünscht. Er bestimmt, wann das Flugzeug wohin fliegt. Nur für ihn. Kein Einchecken, keine Warteschlangen, kein Gerangel um einen Sitzplatz im Transportbus. Das alles entfällt für den, der mit einem Privatjet der Lufthansa fliegt.

Wenn gewünscht, holt eine Limousine den Kunden zuhause ab, fährt ihn bis aufs Rollfeld und holt ihn nach dem Flug auch dort wieder ab. Maximaler Luxus, maximale Zeitersparnis.

In diesem Jahr feiert das Angebot der Fluggesellschaft sein zehnjähriges Bestehen. Und es soll noch wichtiger für die Lufthansa werden. „Wenn man eine Premiumstrategie fährt, braucht man ein Flaggschiff“, sagt Jens Bischof, bisher Vertriebs- und Marketingchef der Lufthansa. In der neuen Struktur soll Bischof sich um den Vertrieb bei den Premium-Marken Lufthansa und Private Jets kümmern.

1000 Flüge dieser Art absolviert Lufthansa Private Jet (LPJ) pro Jahr. 2014 hat die Lufthansa-Sparte so knapp zwölf Millionen Umsatz gemacht – nur ein kleiner Teil der 30 Milliarden Euro Umsatz des gesamten Konzerns. „Das ist dann nicht unbedingt der Umsatzbringer“, sagt Bischof, „aber er erzielt Markenwerte, die wir für die Lufthansa brauchen.“

Kultiviert, durchdacht, warmherzig – das will die Lufthansa sein. Und das auch in der neuen Strategie, in der neben dem Premiumsegment vor allem die Billigplattform Eurowings einen wichtigen Part einnehmen wird.
Komfort erhält bei Deutschlands Fluggesellschaft Nummer eins nur noch der, der es sich leisten kann. Denn der Premiumservice hat seinen Preis. Ein Flug mit dem Privatjet etwa von Frankfurt nach Nizza kostet rund 7500 Euro, von Moskau nach Lissabon sind es 45.000 Euro. Gezahlt wird pro Flug, nicht pro Passagier.

Dafür versucht die Fluggesellschaft, alles möglich zu machen.

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    Beste Grüße aus der Redaktion.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Dachte ich doch, die Zeiten seien vorbei, in denen missliebige Kommentare einfach unterbunden werden; DDR und SED sind gottseidank Schnee von gestern, nur Kauder wird den alten Zeiten nachtrauern, als man sich Abweichler noch zu Brust nahm und mit dem Ende der Parteikarriere drohte.

    Liebes HB, öffnet die Kommentarleiste auch wieder bei schwierigen Themen.

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