EADS Neuer Ärger mit dem Militärtransporter A400M

Die Auslieferung des Airbus A400M an die bestellenden Nationen verzögert sich deutlich. EADS kann die Frist des Transall-Nachfolgers nicht einhalten. Der Hersteller greift in die Trickkiste – und hofft auf Verständnis.
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Der Airbus A400M: Die Auslieferung verzögert sich. Quelle: Reuters

Der Airbus A400M: Die Auslieferung verzögert sich.

(Foto: Reuters)

Berlin, MünchenDer Hersteller EADS kann den Militärtransporter A400M nicht wie vereinbart an die Bundeswehr ausliefern. Das geht aus der Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Haushaltsexperten Tobias Lindner hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Die EADS-Tochter Airbus Military habe die Bestellernationen darüber informiert, dass die erste Maschine in der vereinbarten Ausstattung erst „etwa Mitte 2015“ an die Luftwaffe übergeben werden könne, heißt es darin. Vereinbart ist aber die Auslieferung bis November 2014.

Um den Termin doch noch einhalten zu können, habe Airbus Military angeboten, „den Partnernationen Flugzeuge mit Minderleistungen und einer Verpflichtung zur späteren Nachrüstung anzubieten“, heißt es in dem Schreiben des Parlamentarische Staatsekretärs Christian Schmidt.

Ob die Bundeswehr sich darauf einlasse, werde noch geprüft. Airbus Military äußerte sich auf Anfrage zuversichtlich, den verabredeten Zeitplan einhalten zu können. Es könne allerdings „einige Umplanungen bei einzelnen Nationen“ geben, wie sie im Rahmen eines solch umfangreichen Programmes „nicht unüblich“ seien, sagte eine Sprecherin.

Die Bundeswehr hat 53 Maschinen bei Airbus Military im Wert von 7,1 Milliarden Euro bestellt. Die A400M soll die mehr als 40 Jahre alte Transall ablösen.

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6 Kommentare zu "EADS: Neuer Ärger mit dem Militärtransporter A400M"

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  • Richtig, aber was nützen Konventionalstrafen und Ausstiegsklauseln wenn kein Gebrauch davon gemacht wird! Airbus hat sich Vertraglich verpflichtet 0,02% pro Tag (max. 6%) pro bestelltes Flugzeug zu zahlen.
    Nach dem Rahmenplan war der Erstflug des A400M für dem 06.06.2006 geplant und in Kaufvertrag standen noch 73 Maschinen für 8,5 Milliarden DM.
    Nach der Aktuellen Planung bekommt die Luftwaffe aber nur noch 40 Maschinen. (Link Seite 24)
    http://www.bmvg.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzEzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY4Njc2NzM3NzMzMDZjNmMyMDIwMjAyMDIw/Ressortberichtl.pdf
    Ursprünglich war geplant das die Luftwaffe 75 AN-7X von AIRTRUCK bekommt.
    Das Delta bei den Beschaffungskosten betrug seinerzeit 3,5 Milliarden DM bei Leistungswerte oberhalb der ESR ( European Staff Requirement ) !
    Trotz die Befürwortung für die AN-7X durch Experten und des zuständigen Generalinspekteurs wurde damals die A400M von Rudolf Scharping bestellt.

  • Gut dass man nicht mit den USA ins Geschäft gekommen ist, denn sonst würde es jetzt noch teurer werden.

  • Hätte EADS - Airbus mit dem A-400 M nicht Kostentreiberei betrieben, würden ihre Militärprodukte mehr Abnehmer finden.

  • Naja... ein paar von den Experten hätten die sehr viel früher rauswerfen sollen.

    Hoffentlich bauen sie jetzt nicht die falschen ab...

  • Hr. Enders legt doch so viel Wert darauf, dass EADS respektive Airbus nach den Regeln der freien Wirtschaft zu führen ist. Ich hoffe im Vertrag zur 400M sind Vertragsstrafen und Ausstiegsklauseln enthalten, die nun gezogen werden sollten. Gabs da nicht noch ein ferngesteuertes Fliegerlein, dass zwar teuer, aber nicht zu gebrauchen bzw nach zivilen, europäischen Richtlinien zur Zulassung gebracht werden konnte?
    Im Sinne der Steuerzahler würde ich mir hier ein harte Linie gegenüber dem Gebaren von Hr. Enders wünschen. Erwartet er eigentlich noch die ausstehenden 600Mio Anschubfinanzierung für die A350 vom deutschen Fiskus? Wieso streich ich in einem profitablen Unternehmen Stellen, wenn ich mit meinen vertraglichen Verpflichtungen mit aktueller Stärke schon nicht nachkomme?

  • EADS? Ist dies nicht die Spitzenfirma, die "Experten" massenhaft entlässt? Ärger kann also nicht sein!

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