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TevaGenerika-Weltmarktführer stellt Tochter aus Island zum Verkauf

Generika-Weltmarktführer Teva will seine Tochter Medis verkaufen. Damit sollen Schulden abgebaut werden. Medis könnte laut Experten mit 500 Millionen bis einer Milliarde Dollar bewertet werden. 09.08.2017 - 17:35 Uhr Artikel anhören

An der Börse kamen die Pläne des Konzerns nicht gut an: Die Aktie gab im New Yorker Handel nach und war so billig wie seit mehr als 14 Jahren nicht mehr.

Foto: AFP

Jerusalem. Der weltweit führende Generikahersteller Teva stellt seine Tochter Medis aus Island zum Verkauf und will mit den Einnahmen seinen Schuldenberg abbauen. Teva sehe sich jede Möglichkeit zur Verbesserung seiner Geschäftsstrukturen an, teilte die Ratiopharm-Mutter am Mittwoch mit.

Als Folge sei die Entscheidung gefallen, eine Abspaltung von Medis auf den Weg zu bringen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen, Medis könnte mit 500 Millionen bis einer Milliarde Dollar bewertet werden.

Zudem könne Teva sich auch von der Sparte mit Medikamenten gegen Atemwegskrankheiten trennen, dabei gehe es um einen Kaufpreis von bis zu zwei Milliarden Dollar. Teva erklärte, das Unternehmen äußere sich nicht zu Marktgerüchten.

An der Börse kamen die Pläne nicht gut an: Die Aktie gab im New Yorker Handel nach und war so billig wie seit mehr als 14 Jahren nicht mehr. Die Ratiopharm-Mutter aus Israel hatte im vergangenen Jahr das Generika-Geschäfts Actavis, zu dem auch Medis gehört, von Allergan für 40,5 Milliarden Dollar gekauft und sitzt immer noch auf einem Schuldenberg von 32 Milliarden Dollar. Analysten und Investoren gehen davon aus, dass Teva zu viel gezahlt hat. Im Februar trat Teva-Chef Erez Vigodman zurück, sein Posten ist immer noch offen.

Auch das Geschäft mit Mitteln gegen Frauenkrankheiten sowie die Sparten mit Krebsmitteln und Schmerzmedikamenten in Europa soll abgegeben werden, wie Interims-Chef Yitzhak Peterburg sagte. Teva verspricht sich davon und von weiteren Verkäufen Einnahmen von mindestens zwei Milliarden Dollar. „Es ist ein ziemlich schneller Prozess“, sagte ein Banker, der einem Interessenten nahe steht. „Teva steht unter Erfolgsdruck.“

rtr
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