Erfolgreicher Software-Hersteller
SAP-Vorstände bekommen üppigen Gehaltszuschlag

Es war ein gutes Jahr – und das macht sich auch für die Chefs bezahlt: Der Software-Hersteller SAP zahlt seinen Vorständen einen ordentlichen Gehaltszuschlag. Nur ein Dax-Konzern entlohnt noch üppiger.
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WalldorfDie Vorstände der Softwareschmiede SAP erhalten für 2013 erneut einen ordentlichen Gehaltszuschlag. Co-Vorstandschef Bill McDermott bekommt mit 9,61 Millionen Euro gut zehn Prozent mehr Geld, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Sein Noch-Kompagnon Jim Hagemann Snabe kann sich zum Abschied über ein Plus von gut 20 Prozent auf 9,98 Millionen Euro freuen. Damit gehören sie zu den Spitzenverdienern unter den Dax-Vorständen: Nur VW-Chef Martin Winterkorn bekommt mehr. Die Investoren umgarnt der Konzern mit einer höheren Dividende.

Snabe scheidet im Sommer aus dem Vorstand aus. Er will sich bei der Hauptversammlung am 21. Mai in den Aufsichtsrat wählen lassen. Aus dem Grund erhält er dann schon anteilig Geld aus einem langfristigen Anreizprogramm ausgezahlt. Das Programm läuft eigentlich bis zum Jahr 2015 und ist auf den Kurs der SAP-Aktie und interne Ziele bezogen.

Das Gehalt der SAP-Vorstände setzt sich aus kurz-, mittel und langfristigen Komponenten zusammen. McDermott sieht Teile seines Gelds erst später. Aber auch Snabe müsse auf weitere Gehaltsanteile für 2014 bis zum nächsten Jahr warten, sagte ein Sprecher. Dann kämen auf Basis der aktuellen Zahlen noch einmal fünf Millionen Euro zusammen.

Eine Abfindung bekommt Snabe aber nicht, wie Aufsichtsratschef Hasso Plattner schon Ende 2013 betonte. „Zum Ende seiner Dienstzeit am 21. Mai 2014 erhält Jim Snabe eine Auszahlung von Ansprüchen, die er sich seit 2011 erarbeitet hat.“ SAP-Finanzchef Werner Brandt erhielt 3,9 Millionen Euro, Vorstand Gerhard Oswald bekam ebenfalls 3,9 Millionen Euro, Vishal Sikka verdiente 4,2 Millionen Euro.

Das Wachstumstempo von SAP hatte sich wegen des Umbaus hin zu mehr Mietangeboten im vergangenen Jahr verlangsamt. Der Umsatz stieg 2013 um nur vier Prozent auf 16,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um zehn Prozent zu. Das merken die SAP-Vorstände auch auf ihrem Gehaltskonto: Für 2012 hatten sie sich über ein weitaus deutlicheres Plus freuen können.

Im Vergleich zu ihren Vorstandskollegen können die beiden sich aber nicht beklagen: Die Vergütungen der Dax-Bosse stiegen im Schnitt von 5,1 auf 5,2 Millionen Euro, wie aus einer jüngst veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens Towers Watson hervorgeht. Spitzenverdiener ist VW-Chef Martin Winterkorn mit 15 Millionen Euro Gehalt.

Die Anteilseigner sollen nach dem Willen der Führungsspitze einen Euro je Aktie bekommen, nach 85 Cent im Vorjahr. „Wir sind davon überzeugt, dass unsere Aktionäre am anhaltenden profitablen Wachstum der SAP beteiligt werden sollen“, erklärte Finanzvorstand Werner Brandt. Die Ausschüttungsquote beträgt wie im Jahr zuvor gut ein Drittel. Am Freitag legte die SAP-Aktie ein halbes Prozent zu.

SAP rüstet sich zudem für das internationale Geschäft: Der Konzern tritt künftig als europäische Aktiengesellschaft auf. Die Umwandlung in eine Societas Europaea (SE) erleichtert SAP künftig die Organisation über Ländergrenzen hinweg. Auch Zukäufe innerhalb Europas sind einfacher zu realisieren. Formal soll die Hauptversammlung Ende Mai über den Schritt entscheiden. Die SE wird unter den Firmen immer beliebter: Dafür entschieden haben sich neben MAN und Airbus auch kleinere Häuser wie Sixt, die GfK oder Adva.

Einen Vergleich der Dax-Gehälter der vergangenen zehn Jahre lesen Sie in unserem Dossier im Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Erfolgreicher Software-Hersteller: SAP-Vorstände bekommen üppigen Gehaltszuschlag"

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  • Na und, wo gibt es da ein Problem?

    Im Gegensatz zu unseren Großbanken verdient der SAP-Konzern aus einem redlichen Geschaeftsmodell. Deutsche Autokonzerne mit Spitzenverdienern wie Winterkorn gehören dagegen eher zu dem Industriezweig der Umweltverschmutzer, die alle paar Jahre durch Skandale auf sich aufmerksam machen.

    Seitdem Leo Apotheker nicht mehr mit an Bord sitzt, verbrennt der Konzern auch kein Geld mehr.

    Die Beteiligung von Shareholder und Mitarbeiter am Unternehmenserfolg ist ein tragfähiges Geschaeftsmodell. Für den Unternehmenserfolg

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