Trauer um Manager: Unternehmer Anton Kathrein gestorben

Trauer um Manager
Unternehmer Anton Kathrein gestorben

Die Stadt Rosenheim trauert um einen ihrer großen Unternehmer. Anton Kathrein hat den Antennenhersteller aus Bayern zum Weltmarktführer gemacht. In der vergangenen Nacht verstarb er überraschend im Alter von 61 Jahren.
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MünchenDer Unternehmer Anton Kathrein ist tot. Der Chef des Antennenherstellers Kathrein und Vorsitzende des bayerischen Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sei unerwartet in der Nacht zum Dienstag im Alter von 61 Jahren gestorben, teilte das Unternehmen in Rosenheim mit.

Kathrein war in seinem Unternehmen persönlich haftender und geschäftsführender Gesellschafter. „Sämtliche Firmenangelegenheiten sind entsprechend eines Notfallplanes geregelt“, heißt es in der Mitteilung des Konzerns, der nach eigenen Angaben der weltgrößte Hersteller von Antennen ist und rund 6600 Menschen beschäftigt. "Unser Mitgefühl ist bei den engen Familienangehörigen", sagte Firmensprecher Rudolf Sonnleitner der "Welt". Die Firma sei weiterhin "voll funktionsfähig".

Die Kathrein-Werke blicken auf eine lange Tradition zurück: 1919 wurde der Antennenhersteller von Anton Kathrein senior gegründet und produzierte zunächst Blitzableiter und Radioantennen. Als der damals 21-jährige Anton Kathrein - noch während seines BWL-Studiums - die Leitung der Werke in Rosenheim übernahm, erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 51 Millionen DM. Bis zum Jahr 2011 ist der Umsatz des Mittelständlers auf 1,3 Milliarden Euro angewachsen. Die Antennensysteme aus Bayern werden etwa in Autos, Handy, Radios und Fernsehern verbaut.

Neben der Unternehmensleitung war Kathrein Vizepräsident der IHK für München und Oberbayern, Vizepräsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW), Vorsitzender der Landesstelle Bayern im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) und Vizepräsident des deutschen ZVEI.

Der Unternehmer galt in der Region Rosenheim als einer der wichtigsten Arbeitgeber. Neben der finanziellen Unterstützung von Sport, Kultur, Jugendarbeit und karitativen Belangen hatte Kathrein auch den Aufbau der örtlichen Hochschule aktiv mit vorangetrieben. Unter anderem lehrte er 1992 als Honorarprofessor das Fach Betriebswirtschaftslehre. „Rosenheim hat einen seiner herausragendsten Bürger verloren“, kommentierte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer den Tod des 3. Bürgermeisters der südbayerischen Stadt. 26 Jahre lang gehörte er dem Rosenheimer Stadtrat an.

"Anton Kathrein war leidenschaftlicher Bayer und lebte die Soziale Marktwirtschaft", sagte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) der Süddeutschen Zeitung. Auch der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Randolf Rodenstock, trauert um den Unternehmer: "Die Lücke, die er hinterlässt, ist nicht zu füllen." Kathrein galt stets als streitbar und unbequem.

 

Kommentare zu " Trauer um Manager: Unternehmer Anton Kathrein gestorben"

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  • Ein starke Persönlichkeit, die auf eine lange Periode des Schaffens, Wirkens und Produzierens, Bereicherns der Produkt- und Arbeitswelt, verlässt uns. Du wirst uns fehlen.

  • "in der Region Regensburg" Erdkunde 6. Setzen!

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