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Musterdepot: ZukunftsdepotAuf der Suche nach den neuen Verhundertfachern

Aktien, die aus jedem investierten Euro 100 Euro machen, sind sehr selten. Eine Anleitung, an welchen Kennzahlen sich Anleger orientieren können. Laetitia-Zarah Gerbes 18.01.2024 - 19:01 Uhr

Frankfurt. Wer langfristig denkt und investiert, kann hohe Renditen erzielen. Mit der nötigen Geduld ist es sogar möglich, Verhundertfacher im Depot heranwachsen zu sehen. Das sind Aktien, die aus jedem investierten Euro 100 Euro machen.

Manchen Firmen ist dieser Schritt bereits gelungen. Dazu zählen die im Zukunftsdepot enthaltenen Technologie-Giganten Microsoft, Apple, Amazon und Nvidia. Kleinere Kandidaten aus dem Zukunftsdepot, wie Oxford Nanopore (ONT) und SFC Energy, haben das Potenzial dazu, ihren Marktwert zumindest zu vervielfachen.

Doch nur wenige Investoren verfolgen einen langfristigen Anlagehorizont: Zu oft bekommen sie kalte Füße und steigen vorzeitig aus einem möglichen Verhundertfacher aus oder verhindern durch Gewinnmitnahmen die Entfaltung des Zinseszinseffekts. Lag die durchschnittliche Haltedauer von Aktien in den 1970er-Jahren noch bei rund fünf Jahren, sind es heute eher zehn Monate. Das macht es natürlich unmöglich, eine Aktie in seinem Depot zu einem Giganten heranwachsen zu sehen. Es dauert im Durchschnitt 26 Jahre, bis sich eine Aktie verhundertfacht.

Neben der nötigen Geduld zeichnen sich Verhundertfacher durch folgende Eigenschaften aus:

  1. ein hohes Umsatz- und Gewinnwachstum durch einen großen adressierbaren Markt, etwa durch Innovationen
  2. eine angemessene Bewertung, denn gute Unternehmen sind nicht billig zu haben
  3. eine angemessen geringe Größe, bestenfalls mit einer Marktkapitalisierung unter einer Milliarde US-Dollar
  4. einen langfristigen Wettbewerbsvorteil, bestenfalls durch Produkte und Angebote, die einen hohen Kundennutzen schaffen
  5. ein gutes Management, das selbst Anteile am Unternehmen hält.

Wie hat das bei den Technologiegiganten Amazon, Apple, Microsoft und Nvidia funktioniert? Amazon punktete durch die Marktgröße und kluge Reinvestitionen zur Verbesserung der Kundenerfahrung und Erschließung neuer Geschäftsfelder. So wurde das Unternehmen von einem der ersten Online-Buchhändler zu einem Multiprodukt-Online-Händler, der sein Geschäft auf Cloud- und Streaming-Angebote ausweitete. Gründer Jeff Bezos war bis 2021 CEO.

Apple wiederum hat mit der Entwicklung des weltweit ersten intuitiv bedienbaren Smartphones die alteingesessene Konkurrenz im riesigen Mobilfunkmarkt abgehängt und seine Produktpalette durch Macbooks, iPads, Apple Watches und AirPods erweitert. Einer der Firmengründer, Ronald Wayne, verkaufte seine Anteile am Unternehmen bereits 1976 für nur 800 US-Dollar. Heute wären sie etwa 280 Milliarden US-Dollar wert.

Microsoft machte den Computer durch die Entwicklung einer Programmiersprache, eines Betriebssystems und der weltbekannten Programme Excel, Word und PowerPoint endverbraucherfreundlich. Heute gehören zudem die Cloud, Smartphones und Spielkonsolen zum Produktsortiment. Auch hier hat Mitgründer Bill Gates maßgeblich zum Erfolg beigetragen.

Nvidia wiederum wurde durch unermüdliche Innovationen im Bereich diskreter Grafikkarten und immer realitätsnäherer Anwendungen erfolgreich. Was anfangs nur für die Gaming-Branche interessant war, wurde zu einem zentralen Bestandteil für Rechenzentren und die Entwicklung von KI, autonomem Fahren und Crypto-Mining. Jensen Huang, einer der Firmengründer aus dem Jahr 1993, ist bis heute Konzernchef.

Die Musterdepots
Die Manager der Musterdepots schreiben abwechselnd im Wochenrhythmus über ihre Sicht auf die Märkte. Die Beiträge der Expertinnen und Experten stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen lediglich einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben. >> Hier geht es zur Musterdepot-Seite
Leserinnen und Leser können den Profis quasi live über die Schulter schauen: Es gibt das „Zukunfts-Depot“ von Laetitia-Zarah Gerbes (Acatis Investment), das „Nachhaltigkeits-Depot“ von Gabriele Hartmann und das „Dynamik-Depot“ von David Wehner (FGTC Investment).
Hier gelangen Sie direkt zur Musterdepot-Seite: 
>> www.handelsblatt.com/boerse/musterdepots

In einem Unternehmen geht es aber nicht immer nur aufwärts. Auch gut geführte Firmen gehen durch Krisen. So hatte das Missmanagement bei Microsoft unter CEO Steve Ballmer zwischen 2000 und 2014 eine Innovationswüste zur Folge: Bei großen Technologietrends wie Smartphones, Tablets und der Cloud mischte Microsoft nicht mit. Erst unter dem heutigen CEO Satya Nadella konnte sich der Konzern durch die Fokussierung auf Gaming und die Cloud wieder im Markt positionieren.

Auch Apple hatte unter dem Weggang von Steve Jobs im Jahr 1985 zu leiden. Sinkende Umsätze durch ein veraltetes Betriebssystem führten zu finanziellen Problemen. Erst die Rückkehr von Jobs im Jahr 1997 und die Aushandlung einer Finanzspritze von 150 Millionen US-Dollar durch Microsoft – im Tausch gegen Aktien – sowie die Beilegung eines Patentstreits konnten Apple retten.

Nvidias Co-Gründer Huang gab sogar zu, dass er kein zweites Mal ein Unternehmen gründen würde. Um sich in den ersten Jahren von der stark wachsenden Konkurrenz abzuheben, ging Nvidia das Risiko ein, die fortschrittlichste, größte und teuerste Grafikkarte auf den Markt zu bringen und damit einen Nischenmarkt zu erschließen. Amazon wiederum musste fast ein Jahrzehnt mit Verlusten überstehen, um seine Marktposition zu sichern und schnell genug zu wachsen.

Parallelen zu den großen Gewinnern

Im Zukunftsdepot finden sich einige kleinere Werte, die Parallelen zu den großen Gewinnern der Vergangenheit aufweisen, etwa hinsichtlich der Erschließung und Ausweitung eines großen Marktes und des guten Managements. Dazu zählen ONT und SFC Energy mit einer Marktkapitalisierung von aktuell 1,7 Milliarden und 340 Millionen US-Dollar.

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ONT will mit auf Nanoporen basierenden Gensequenzierungsgeräten seinen Kunden mehr Daten liefern als die Konkurrenz, indem es lange DNA-Ketten in Echtzeit analysiert. Die Gründer Gordon Sanghera und Spike Willcocks leiten das Unternehmen als CEO und CSO.

SFC Energy, ein profitables Wasserstoff- und Brennstoffzellenunternehmen, konnte durch einen frühen Einstieg in den rasant wachsenden Markt bereits viel Erfahrung sammeln und wichtige Kundenbeziehungen aufbauen, unter anderem in Indien. Eine wichtige Eigenschaft, denn bei Brennstoffzellen kommt es vor allem auf Qualität und Robustheit an.

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