Künstliche Intelligenz: Elon Musks KI-Firma will angeblich sechs Milliarden Dollar einsammeln
Düsseldorf. Für die Weiterentwicklung des ChatGPT-Rivalen Grok will Elon Musks KI-Firma xAI einem Medienbericht zufolge bei Investoren bis zu sechs Milliarden Dollar einsammeln. Dabei strebe xAI eine Unternehmensbewertung von 20 Milliarden Dollar an, schrieb die „Financial Times“ am Freitag.
Hierzu habe der Milliardär Musk, dem unter anderem der früher als Twitter bekannte Kurznachrichtendienst X gehört, bei potenziellen Geldgebern in Japan und Südkorea vorgefühlt. Es habe außerdem Gespräche mit Geldgebern in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong gegeben. Musk war für einen Kommentar bisher nicht zu erreichen.
Im vergangenen Monat hatte das Unternehmen in einer Pflichtmitteilung ein Finanzierungsziel von einer Milliarde Dollar angegeben.
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Das KI-Modell Grok hatte Musk im November offiziell vorgestellt und damit geworben, es sei „in mancher Hinsicht das Beste, das derzeit existiert“. Noch bleibt das Modell allerdings denjenigen vorbehalten, die ein Abonnement für die werbefreie Version von X abgeschlossen haben. In den USA verlangt der Kurznachrichtendienst dafür 16 Dollar, in Deutschland gut 19 Euro pro Monat.
Musk hält anderen Tech-Unternehmen wie OpenAI oder Meta vor, sie seien aus seiner Sicht zu politisch korrekt. OpenAIs Chatbot ChatGPT darf sich beispielsweise nicht rassistisch oder diskriminierend äußern. Grok hingegen wurde mit den Daten von X trainiert, nachdem Musk die Regeln für auf der Plattform tolerierte Aussagen deutlich gelockert hatte.
Genau hier sehen Kritiker eine Gefahr, ist der Chatbot doch deutlich ruppiger in seinen Antworten als ChatGPT, der Google-Dienst Bard oder andere.
Im Vergleich zu OpenAI schneidet Grok laut xAI in manchen Bereichen besser als GPT 3.5, aber nicht so gut wie GPT 4 ab. Das Unternehmen testete Grok speziell auf Allgemeinwissen, Mittelstufen-Mathematik- und Python-Programmieraufgaben. Anders als andere Sprachmodelle kann Grok aktuell nur Text verarbeiten und keine Bilder, Videos oder Audiodateien.
Mit Agenturmaterial.