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ArbeitsunfähigkeitWarum die vielen Krankmeldungen trügerisch sind

Die Krankenkassen melden Rekordfehlzeiten. Doch wer sich krankmeldet, ist nicht immer arbeitsunfähig. Die Kosten sind enorm.Jürgen Klöckner 05.02.2024 - 04:22 Uhr
Ein großer Teil der Arbeitnehmer hat sich schon einmal krankgemeldet, ohne wirklich krank zu sein. Foto: DigitalVision/Getty Images

Berlin. Immer öfter melden sich die Deutschen krank: 2023 waren die Fehlzeiten erneut auf einem Höchststand. Laut Daten der DAK-Krankenkassen fehlten Beschäftigte im vergangenen Jahr durchschnittlich 20 Tage im Job, insgesamt waren im Schnitt 5,5 Prozent der Arbeitnehmer an jedem Tag 2023 krankgeschrieben. Kassenweit lag der Wert sogar noch etwas höher. Im Jahr 2022 sah es kaum besser aus.

Dafür sorgen unter anderem Erkältungskrankheiten, hinzu kommt das Coronavirus. Doch die hohen Fehlzeiten sind trügerisch. „Sie sind kein geeigneter Gradmesser für den tatsächlichen Krankheitsstand der Bevölkerung“, sagt der ZEW-Ökonom Nicolas Ziebarth, der zu dem Thema promoviert hat. „Tatsächlich sind sie von vielen Faktoren abhängig, die nicht unmittelbar etwas mit Krankheiten zu tun haben.“

Vieles deute sogar darauf hin, dass „deutsche Arbeitnehmer gesünder sind, als die Zahlen vermuten lassen." Bedeutet: Wenn in Unternehmen Büros und Plätze wegen Krankmeldungen leer blieben, war womöglich nicht immer eine Krankheit der Grund.

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