Immobilien: Warum sich die Lage am deutschen Immobilienmarkt beruhigt
München. Die Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt scheint sich nach dem deutlichen Preiseinbruch im Vorjahr zu beruhigen. Lediglich um 0,3 Prozent sind die Kaufpreise von Bestandswohnungen im Schlussquartal des vergangenen Jahres noch gesunken. Das geht aus dem AVIV Housing Market Report hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Im Gesamtjahr 2023 waren die Preise im Schnitt um 4,5 Prozent gefallen. Zur AVIV-Gruppe gehören mehrere europäische Immobilienportale, in Deutschland unter anderem Immowelt und Immoweb.
Die Zinswende, die Anfang 2022 in Europa eingesetzt hat, hatte gerade den deutschen Immobilienmarkt hart getroffen. Um mehr als zehn Prozent gaben die Kaufpreise von Bestandswohnungen im Schnitt nach, heißt es in Immowelt-Zahlen. Kein anderer europäischer Immobilienmarkt war stärker betroffen.
Abwärtstrend bei Bauzinsen belebt den Immobilienmarkt
Im Schnitt lag der Kaufpreis zuletzt bei 3013 Euro pro Quadratmeter. Der massive Anstieg der Bauzinsen von Niveaus von rund einem Prozent auf über vier Prozent führte dazu, dass viele Kaufwillige ihr Vorhaben zurückstellten.
Wer zu dieser Zeit verkaufen wollte, konnte dies häufig nur mit einem deutlichen Preisabschlag. „Nach dem ersten Schock 2022 hat sich der deutsche Immobilienmarkt im Jahr 2023 langsam an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst, und die Kaufkraft von Immobilienkäufern ist leicht gestiegen“, heißt es zur Begründung bei Immowelt.