Quartalszahlen: Halbzeit der Dax-Bilanzsaison – Drei Schwächen, zwei Stärken
Düsseldorf. Die Bedingungen für Deutschlands größte börsennotierte Konzerne sind 2024 mindestens so schwierig wie im Vorjahr: Deutschland steckt in der Rezession, Europa stagniert fast und der einstige Boommarkt China zeigt Schwächen. Wie heikel die Lage ist, belegen die aktuellen Geschäftsberichte der Dax-Konzerne.
Für eine Gesamtbilanz der laufenden Quartalssaison ist es zwar noch zu früh, denn 25 der 40 Konzerne werden ihre Ergebnisse noch präsentieren. Darunter die Autobauer BMW und Volkswagen sowie die Deutsche Post und der angeschlagene Pharma- und Saatguthersteller Bayer.
Dennoch lässt sich eine Halbzeitbilanz ziehen: Schwergewichte wie BASF, Deutsche Telekom, Allianz, Infineon, Mercedes und SAP, Deutschlands wertvollster Konzern, haben mit ihren Ergebnissen bereits überrascht. Und zwar positiv wie negativ. Daraus lassen sich drei Schwächen für das laufende Geschäftsjahr, aber auch zwei starke Treiber ableiten. Auf sie sollten Aktionäre achten.
Schwäche 1: Nachfrageboom läuft aus
Nach Jahren des stürmischen Wachstums musste der Halbleiterhersteller Infineon überraschend seine Jahresprognosen für Umsatz und Profitabilität senken. „Infineon ist nicht immun gegen allgemeine Markttrends“, sagte Vorstandschef Jochen Hanebeck. Der Manager bezeichnete die gesamtwirtschaftliche Lage als „anhaltend schwierig“.