Stellenabbau: Barry Callebaut streicht knapp jede fünfte Stelle
Zürich. Barry Callebaut, größter Schokoladenhersteller der Welt, bereitet einen umfangreichen Stellenabbau vor. Insgesamt sollen rund 2500 Jobs wegfallen, wie CEO Peter Feld im Interview mit dem Handelsblatt ankündigte. Das entspricht rund 18 Prozent der Belegschaft. Dazu plant das Unternehmen, seine Fabrik in Norderstedt bei Hamburg zu schließen. Es fänden jetzt Gespräche mit dem Betriebsrat statt, teilte Barry Callebaut am Montag mit.
Der Job-Abbau solle innerhalb der kommenden 18 Monate umgesetzt werden: „Es geht darum, Komplexität zu reduzieren sowie Doppelarbeit und ineffiziente Strukturen abzubauen“, sagt Feld. Gleichzeitig wolle das Unternehmen 500 Millionen Schweizer Franken ins Kerngeschäft investieren: „Wir sind ein Wachstumsunternehmen“, betont er. An den Märkten hatte der Aktienkurs in den vergangenen zwölf Monaten fast 30 Prozent eingebüßt.
Dem vorherigen Management um Ex-Chef Peter Boone wirft Feld vor, das Unternehmen nicht konsequent genug reformiert zu haben: „Wir haben es in der Vergangenheit versäumt, regelmäßig zu überprüfen, ob wir für die Zukunft noch richtig aufgestellt sind.“ Zudem spricht er über die Zukunft des wichtigen Russlandgeschäfts, die Verwerfungen am Kakaomarkt sowie die Herausforderungen beim Kampf gegen Kinderarbeit im Kakaoanbau.