Börse: China schränkt laut Insiderbericht Großanleger ein
Peking. Die chinesische Börsenaufsicht schränkt einem Medienbericht zufolge institutionelle Anleger ein. Hintergrund sei ein Versuch, den zuletzt angeschlagenen Markt zu stabilisieren, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Große Broker und Vermögensverwalter dürfen demnach in den ersten und letzten 30 Minuten des Handels keine Aktien verkaufen. Einige Makler seien zudem dazu aufgefordert worden, Kredite an Kunden für Wetten auf fallende Kurse zurückzurufen, sogenannte Leerverkäufe. Hedgefonds sollten indes keine konzentrierten Verkaufsaufträge erteilen.
Die chinesische Börsenbehörde CSRC versucht seit einiger Zeit, den Aktienmarkt in der Volksrepublik zu stabilisieren. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel im Januar um 6,3 Prozent auf ein Fünf-Jahres-Tief. Hintergrund war die stockende Erholung der zweitgrößten Wirtschaft der Welt trotz zahlreicher staatlicher Maßnahmen.
Im Februar schlug das Börsenbarometer nach ersten Maßnahmen der CSRC einen Erholungskurs ein und rückte um rund zwölf Prozent vor.