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AllianzVersicherer wertet Immobilienportfolio um fünf Milliarden Euro ab

Europas größter Versicherer reagiert auf die fallenden Preise am Immobilienmarkt. Trotz des Gegenwinds bleibt Konzernchef Bäte in dieser Hinsicht vorsichtig optimistisch. 29.02.2024 - 14:41 Uhr
Der Versicherer passt seine Bewertungen an. Foto: dpa

München. Die Allianz hat die Bewertungen von Immobilien in ihrem Investment-Portfolio im vergangenen Jahr um acht Prozent oder rund fünf Milliarden Euro abgesenkt. Damit reagierte der Versicherer auf die fallenden Preise am Immobilienmarkt.

Allianz-Chef Oliver Bäte hatte in einer Telefonkonferenz mit Analysten zu den Geschäftszahlen am Freitagnachmittag eine Anpassung der Bewertungen in dieser Größenordnung angedeutet, ohne dabei jedoch weiter ins Detail zu gehen. Angesichts eines Immobilien-Portfolios von 58,4 Milliarden Euro, das die Allianz für Ende 2023 ausweist, ergibt sich daraus ein absoluter Wert von rund fünf Milliarden Euro an Abwertungen. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte dies auf Anfrage.

Gewerbeimmobilien gehören zu den Anlageklassen, die vom rasanten Zinsanstieg besonders stark betroffen sind. Investoren haben mit höheren Kreditkosten, sich verändernder Nachfrage und sinkenden Bewertungen zu kämpfen. Der Zusammenbruch der Signa-Gruppe von René Benko ist eines der bekanntesten Beispiele der Krise.

„Wir spiegeln die Wertveränderungen wider“, hatte Bäte am Freitag in einem Interview mit Bloomberg über Immobilien gesagt. „Die eigentliche Sorge der Investoren besteht darin, dass es Marktteilnehmer mit Wertminderungen gibt, die diese nicht anzeigen. Die Allianz ist sehr konsequent.

Die größten Sektoren im 58,4 Milliarden Euro schweren Immobilienportfolio der Allianz sind Büros mit einem Anteil von 49 Prozent und Wohnimmobilien mit 16 Prozent. Das Exposure in den USA, wo einige Teilmärkte besonders unter Druck stehen, ist mit zwölf Prozent relativ gering.

Trotz des Gegenwinds hat Bäte den Immobilienmarkt weiter fest im Blick. „Auf lange Sicht bleiben wir sehr optimistisch für den Sektor“, sagte er in dem Interview. Die Allianz bleibe ein opportunistischer Käufer.

Erstpublikation: 27.02.2024, 15:45 Uhr.

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