250 Jahre Birkenstock: Was Unternehmen aus der Firmenbiografie lernen können
Düsseldorf. Bis zum Jahr 1774 lassen sich die Wurzeln von Birkenstock zurückverfolgen, als Johannes Birkenstock mit seinem Schuhmacher-Handwerk erstmals urkundlich erwähnt wurde. Nur wenige deutsche Unternehmen blicken auf eine so lange Historie zurück. Doch 2021 trennten sich die Wege von Unternehmerfamilie und Marke nach 247 Jahren.
Vor drei Jahren verkaufte die sechste Generation die Mehrheit des traditionsreichen Sandalenherstellers an die Beteiligungsgesellschaft L Catterton, hinter der der französische Luxusgüterkonzern LVMH steckt. Über Financière Agache engagierte sich dessen CEO und Mitgründer Bernard Arnault persönlich bei Birkenstock.
Seit einem halben Jahr ist die Birkenstock-Aktie an der New Yorker Stock Exchange gelistet und die Marke ist noch ein Stückchen weiter der Familie enteilt. Nach anfänglichen Kursrückschlägen unter den Ausgabepreis von 46 Dollar liegt sie seit Monaten auf Kurs.
Birkenstocks Erfolgsgeschichte geht jetzt ohne die Familie weiter
Nicht nur die aktuellen Quartalszahlen belegen: Die Wachstumsgeschichte von Birkenstock geht weiter. In der Oscar-Nacht vor einer Woche trug der Schauspieler und Wrestler John Cena bei seinem äußerst leicht bekleideten Auftritt nicht nur das Kuvert mit den Gewinnern in der Kategorie Kostüme, sondern auch original Birkenstocks, Modell Arizona, made in Germany.