Autobauer: Mercedes plant Maybach-Variante für seine V-Klasse
Wien. Die Van-Sparte von Mercedes-Benz wandelt sich zur Ertragsperle. Noch vor einigen Jahren steckte der Autobauer vergeblich immer mehr Geld in das Geschäft mit Transportern, Kleinbussen und Großraumlimousinen. Inzwischen verzeichnet die kleine Einheit eine operative Gewinnmarge von 15,5 Prozent – mehr als die dominante Pkw-Sparte des Dax-Konzerns.
Mit einem Absatzplus von sieben Prozent auf 105.400 Fahrzeuge verzeichnete das Van-Geschäft 2024 zudem das beste Auftaktquartal seiner Geschichte, wie Mercedes am Mittwoch meldete. Konzernweit verkaufte die Marke acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Und Van-Chef Mathias Geisen hat noch viel vor. Der ehemalige Leiter der Konzernstrategie des Fahrzeugherstellers will auch mit Transportern verstärkt Gutbetuchte ansprechen, statt vorwiegend mit spitz kalkulierenden Handwerkern und Lieferdiensten zu verhandeln.
Konkret arbeitet seine Truppe etwa an einer ultraluxuriösen Großraumlimousine, die das Emblem der eigenen Nobelmarke Maybach erhalten soll. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen.
Dafür will Mercedes die V-Klasse mit Zierteilen, hochwertigen Materialien und neuester Technik massiv aufwerten. Als Basis für das Projekt dient die neue Elektroplattform „VAN.EA“, auf der die Schwaben ab 2026 alle großen und mittelgroßen Vans aufsetzen möchten. Spätestens 2028 soll die nächste Generation der elektrischen V-Klasse dann in einer Maybach-Version erhältlich sein, berichten Insider. Mercedes wollte sich dazu nicht äußern.