
Sympatex-Anleihen: Zwei bekannte Unternehmensberater wegen Verdunkelungsgefahr erneut festgenommen
Die beiden bekannten Münchener Unternehmensberater Stephan Goetz und Stefan Sanktjohanser sitzen wieder in Untersuchungshaft. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft München I am Donnerstag auf Nachfrage dem Handelsblatt. Die Behörde ermittelt wegen eines mutmaßlichen Millionenbetrugs bei der Textilfirma Sympatex gegen die beiden Eigentümer des Unternehmens. Sie haben die Vorwürfe stets bestritten.
Goetz und Sanktjohanser wurden am vergangenen Montag festgenommen und am nächsten Tag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. „Dieser hat den weiteren Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet“, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit.
Es ist bereits die zweite Festnahme der beiden in dem Ermittlungsverfahren. Erst Ende September hatte die Justiz Goetz und Sanktjohanser wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr in U-Haft genommen. Ihre Anwälte betonten, man dürfe daraus keinen Rückschluss auf vermeintliches strafrechtliches Verhalten ziehen. Neun Tage später kamen sie wieder frei, nachdem sie jeweils mehrere Millionen Euro Kaution hinterlegten.
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Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, sollen die Beschuldigten den im Außervollzugsetzungsbeschluss auferlegten Pflichten „gröblich zuwidergehandelt“ haben. Es gehe unter anderem um Verstöße „gegen die Untersagung, Gespräche mit Mitbeschuldigten oder möglichen Zeugen zum Verfahren oder zum Gegenstand des Verfahrens zu führen“. Demnach werfen die Strafverfolger den beiden vor, die Ermittlungen zu behindern.