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GeldpolitikEZB-Protokoll – Argumente für Zinswende werden stärker

Die Notenbanker der EZB sind zuversichtlich, dass die Inflation rechtzeitig das Ziel von zwei Prozent erreicht. Bis zur Zinssitzung im Juni würden zudem noch weitere wichtige Daten vorliegen. 04.04.2024 - 18:22 Uhr
Die Notenbank könnte im Sommer die Zinsen in der Euro-Zone senken. Foto: Reuters

Frankfurt. Aus Sicht der Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) gewinnen die Argumente für eine Zinssenkung angesichts einer Inflation im Sinkflug immer mehr an Kraft. Die Geldpolitiker hätten sich auf ihrer jüngsten Zinssitzung zunehmend zuversichtlich geäußert, dass die Inflation rechtzeitig und nachhaltig auf das Inflationsziel der Notenbank von 2,0 Prozent zurückgehen werde, hieß es in dem Protokoll des Treffens vom 6. und 7. März, das die EZB am Donnerstag veröffentlichte.

Es sei zwar ratsam, eingehende Daten und Beweise abzuwarten. Die Argumente für Zinssenkungen seien aber stärker geworden.

„Es wurde hervorgehoben, dass dem EZB-Rat bis zur Juni-Sitzung zusätzlich zu den neuen Experten-Projektionen wesentlich mehr Daten und Informationen, insbesondere zur Lohndynamik, vorliegen würden“, hieß es im Protokoll. Nach der März-Sitzung hatten eine Reihe von Währungshütern auf Veranstaltungen die Tür für einen möglichen ersten Schritt nach unten im Juni weit offengestoßen.

Für die in der kommenden Woche am 11. April bevorstehende Zinssitzung hatten sie hingegen darauf verwiesen, dass ihnen dann voraussichtlich noch nicht genügend Daten zur Verfügung stehen für eine Entscheidung. Die Teuerungsrate im Euro-Raum war zuletzt auf 2,4 Prozent im März gesunken von 2,6 Prozent im Februar – das EZB-Ziel rückt damit immer näher.

Die EZB hatte auf ihrer März-Sitzung die Zinsen wie zuvor schon auf den geldpolitischen Treffen im Oktober, im Dezember und im Januar konstant gehalten. Der Einlagensatz, den Geldhäuser bekommen, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder parken, und der inzwischen für die Finanzmärkte der richtungsweisende Zins ist, liegt damit weiterhin bei 4,00 Prozent. Das ist das höchste Niveau seit dem Start der Währungsunion im Jahr 1999.

rtr
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