Serendipität: Wie uns glückliche Zufälle den Weg zum Erfolg ebnen
Frankfurt. Was haben Penicillin, Mikrowellen und Viagra miteinander zu tun?
Wissen Sie nicht? Hier ein Tipp:
1928 fährt der Bakteriologe Alexander Fleming in den Urlaub, lässt zwei Petrischalen mit Staphylokokkenkulturen im Labor stehen und entdeckt nach seiner Rückkehr, dass ein Schimmelpilz namens Penicillium chrysogenum die Bakterien abgetötet hat.
1945 arbeitet der Ingenieur Percy Spencer für den US-Rüstungskonzern Raytheon an neuen Radartechnologien zur Ortung feindlicher Flugzeuge und bemerkt, dass die Mikrowellenstrahlung vorrangig den Schokoriegel in seiner Tasche schmelzen lässt.
1991 testen Forscher des US-Pharmariesen Pfizer den Viagra-Wirkstoff Sildenafil als Mittel gegen Herzbeschwerden und finden in klinischen Studien heraus, dass Sildenafil dem Herzen des Mannes absolut gar nicht hilft, wohl aber seinem Schwellkörper.
Haben Sie nun eine Idee?
Die drei Produkte sind alle das Ergebnis von Zufällen, die eine glückliche Wendung nahmen. Damit sind sie nicht allein: Laut Studien entstehen etwa 30 bis 50 Prozent der großen wissenschaftlichen Durchbrüche, Erfindungen und Entdeckungen aus Zu- und Unfällen. Wenn Forscher eigentlich etwas ganz anderes suchen, entdecken sie oft etwas Unerwartetes.