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KonjunkturUS-Wirtschaft wächst langsamer als erwartet

Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist im ersten Quartal weniger stark gewachsen als in den Vormonaten. Wie reagiert die Notenbank Fed auf die neuen Zahlen?Timm Seckel 25.04.2024 - 14:42 Uhr aktualisiert
Der private Konsum in den USA wuchs zuletzt weniger stark, besonders die Nachfrage nach Autos ging zurück. Foto: Bloomberg

Düsseldorf, Washington. Die größte Volkswirtschaft der Welt ist im ersten Quartal 2024 etwas langsamer gewachsen als im Vorquartal. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA legte zwischen Januar und März annualisiert um 1,6 Prozent zu. Das teilte das zuständige US Bureau of Economic Analysis am Donnerstag in einer ersten Schätzung mit.

Befragte Ökonominnen und Ökonomen hatten im Vorfeld mit einem Wachstum um 2,4 Prozent gerechnet.

In den USA werden BIP-Daten annualisiert betrachtet. Das heißt: Die Statistiker berechnen das Wachstum eines Quartals so, als hielte es das gesamte Jahr an. Um die US-Daten annähernd mit den europäischen Daten vergleichbar zu machen, teilt man den amerikanischen Wert durch vier.

Im Schlussquartal 2023 hatte das Wachstum noch 3,4 Prozent betragen, insgesamt war die US-Wirtschaft im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent gewachsen. Zum Vergleich: Das deutsche BIP ging 2023 um 0,3 Prozent zurück.

Zum Wachstum hat laut Mitteilung vor allem der private Konsum beigetragen. Vor allem die Nachfrage nach Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Finanzen und Versicherungen stieg, dagegen kauften die US-Bürger weniger Autos und gaben weniger für Energie und Benzin aus.

Allerdings stiegen die Konsumausgaben weniger stark als noch Ende 2023, schreiben die Statistiker. Zusammen mit niedrigeren Ausgaben der Kommunen, Bundesstaaten und der Regierung in Washington falle das BIP-Plus deshalb geringer aus.

Was tut die Fed?

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Die Wachstumszahlen dürften auch die Notenbanker der Fed genau beobachten. Sie müssen entscheiden, wann und ob sie das erste Mal die Leitzinsen von aktuell 5,25 bis 5,5 Prozent senken. Weil die Inflationsdaten zuletzt unerwartet hoch ausfielen, erwartet die Mehrheit der Marktakteure nun eine erste Zinssenkung im September. Neben der Inflation spielen für die Entscheidung aber auch das BIP und die Arbeitsmarktdaten eine wichtige Rolle.

Grundsätzlich lässt sich sagen: Höhere Zinsen wirken sich negativ auf das Wirtschaftswachstum aus, weil Kredite und Investitionen damit teurer werden. Allerdings wirken geldpolitische Entscheidungen erst verzögert in der Realwirtschaft, sodass ein möglicher Zusammenhang immer mit großer Unsicherheit behaftet ist. Zudem spielen neben den Zinsen auch viele andere Faktoren eine Rolle für das BIP, etwa die konjunkturelle Entwicklung von Handelspartnern oder der Ölpreis.

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