Immobilien: D.i.i.-Vorstandschef wegen möglicher „Unregelmäßigkeiten“ beurlaubt
Düsseldorf, Berlin. Der Vorstandschef des insolventen Immobilienunternehmens Deutsche Invest Immobilien AG (D.i.i.), Frank Wojtalewicz, muss mit sofortiger Wirkung gehen. „Bei Prüfungen im Zuge des Insolvenzverfahrens sind Unregelmäßigkeiten aufgefallen, die nun vertieft weiter untersucht werden“, teilte D.i.i. aus Wiesbaden am Donnerstagnachmittag mit.
Deshalb hätten sich die vorläufige Insolvenzverwalterin Romy Metzger und Wojtalewicz auf eine unmittelbare Beurlaubung des Managers verständigt. „Wir prüfen detailliert die entsprechenden Sachverhalte“, sagte Metzger.
Etwaige Maßnahmen hätten aber „keine Auswirkungen auf das operative Geschäft der D.i.i.-Gruppe und die Handlungsfähigkeit des Unternehmens“. Näheres zu Verdachtsmomenten wollte D.i.i. nicht mitteilen. Wojtalewicz sagte auf Anfrage: „Ich werde etwas Zeit zur Aufarbeitung brauchen, aber aus meiner Sicht sind keine Unregelmäßigkeiten im Unternehmen vorgefallen.“
Hohe Baukosten und Zinsen: D.i.i. hat Insolvenz angemeldet
D.i.i. hatte Ende März Insolvenz angemeldet. „Leider ist uns der lange Atem ausgegangen, die aktuell zurückhaltende Investoren- und Käuferseite zu überbrücken“, hatte Wojtalewicz den Schritt begründet.
Gestiegene Baukosten, ein hohes Zinsumfeld und der weggebrochene Transaktionsmarkt hätten zu einer starken Kostenerhöhung geführt. Gespräche mit Gesellschaftern und Finanzierungspartnern zur Überbrückung der Liquiditätsengpässe seien letztlich gescheitert.