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Dow Jones, S&P 500, NasdaqUS-Börsen schließen vor Fed-Entscheid im Minus – Tesla entlässt zwei Manager

Die drei führenden amerikanischen Börsen rutschen am Dienstag weiter ab. Nachdem der Autobauer Tesla zwei Top-Manager entlässt, fällt dessen Aktie stark. Währenddessen legt Eli Lilly zu. 30.04.2024 - 22:53 Uhr aktualisiert
Blick auf das Straßenschild der US-Börse. Foto: dpa

New York. Im Vorfeld der Sitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch ist es an der Wall Street nach unten gegangen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Dienstag 1,5 Prozent tiefer auf 37.815 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab zwei Prozent auf 15.657 Zähler nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 1,6 Prozent auf 5035 Stellen ein.

Die angespannte Stimmung vor der Zinsentscheidung der wichtigen Währungshüter verstärkten die jüngsten Daten zum US-Arbeitsmarkt. Die Arbeitskosten in den USA stiegen im ersten Quartal um 1,2 Prozent, Experten waren im Schnitt von einem Prozent ausgegangen. Dies schürte Sorgen über eine anhaltende Lohninflation, die die Notenbanker von baldigen Zinssenkungen abhalten könnte. „Aus diesen Zahlen lässt sich schließen, dass die Fed die Zinssätze 2024 nur sehr zögerlich senken wird“, sagte Hugh Johnson von Hugh Johnson Economics. „Zinssenkungen sind zwar noch nicht vom Tisch, aber der Bericht wird für die Fed sicherlich nicht hilfreich sein.“

Mit Spannung warten Börsianer nun auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag. Daraus erhoffen sie sich weitere Hinweise auf die nächsten Schritte der Fed, die versucht, mit erhöhten Zinsen die Inflation in Schach zu halten und den heiß gelaufenen Jobmarkt abzukühlen.

Steigende US-Produktion und Nahost-Gespräche drücken Öl

Die steigende Ölproduktion in den USA und die Hoffnung auf einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas drückten die Preise am Ölmarkt. Die US-Sorte WTI verlor 1,4 Prozent auf 81,52 Dollar pro Barrel (159 Liter). Die Nordsee-Sorte Brent gab 0,7 Prozent auf 87,81 Dollar je Fass nach. Die Rohölproduktion in den USA im Februar stieg nach Angaben des US-Energieministeriums auf 13,15 von 12,58 Millionen Barrel pro Tag im Januar. Die jüngsten Verhandlungsversuche bestärkten indes die Hoffnung auf eine Feuerpause in der für die Ölproduktion wichtigen Region. „Händler glauben, dass ein Teil des geopolitischen Risikos aus dem Markt genommen wird“, konstatierte Dennis Kissler, Manager beim Finanzunternehmen BOK Financial.

Blick auf die Einzelwerte

Paypal: Kostensenkungen und eine robuste Kundennachfrage stimmten ebenfalls den US-Zahlungsdienstleister PayPal zuversichtlicher. Statt Stagnation erwarte der Vorstand 2024 nun einen Anstieg des bereinigten Gewinns um einen „mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz“, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Auch wenn einkommensschwächere Schichten ihre Einkäufe einschränkten, wollten die meisten Amerikaner trotz Inflation immer noch online einkaufen, auswärts essen gehen und reisen, hieß es. PayPal-Scheine rückten um 1,4 Prozent vor.

3M: Ein überraschend starkes Quartalsergebnis trieb auch die Aktien von 3M an. Die Titel kletterten um 4,7 Prozent. Höhere Preise und niedrigere Kosten glichen im vergangenen Quartal den schwachen Absatz des Industriekonzerns aus.

Tesla: Tesla entlässt weitere Mitarbeiter und setzt damit die Aktie unter Druck. Die Papiere des US-Elektroautopioniers rutschen um knapp fünf Prozent ab. Die für die Supercharger zuständige Managerin Rebecca Tinucci und Daniel Ho, der neue Produkte verantwortet, verließen den US-Elektroautobauer am Dienstag, berichtete der Technologie-Informationsdienst „The Information“ unter Berufung auf eine E-Mail Musks. Darin hieß es dem Bericht zufolge weiter, es würden alle entlassen, die für Tinucci und Ho arbeiteten. Insgesamt betrifft das ungefähr 500 Menschen.

Eli Lilly: Der US-Pharmakonzern Eli Lilly setzte seinen Höhenflug dank seiner begehrten Diabetes- und Abnehmarzneien fort. Die Aktie verteuerte sich um rund sechs Prozent. Nach einem Umsatz- und Gewinnsprung im ersten Quartal erhöhte Lilly am Dienstag seine Jahresziele. 2024 sollen nun ein Umsatz von 42,4 bis 43,6 Milliarden Dollar und ein bereinigter Gewinn je Aktie von 13,50 bis 14 Dollar zu Buche stehen, wie das Unternehmen mitteilte. Bislang waren ein Umsatz von 40,4 bis 41,6 Milliarden und ein Ergebnis je Aktie von 12,20 bis 12,70 Dollar in Aussicht gestellt worden.

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Die Aktien von Eli Lilly, PayPal und 3M gehören zu den heutigen Gewinnern an der Wall Street. Die US-Anleger halten sich angesichts der kommenden Fed-Tagung leicht zurück, obwohl der Markt keine Überraschungen erwartet, kommentiert Markus Koch.

GE Healthcare: Aus den Depots flogen die Papiere des Medizintechnik-Unternehmens GE Healthcare, die um 14,3 Prozent abrutschten. Der Konzern hatte in den ersten Monaten 2024 einen Umsatz unter den Analystenerwartungen verzeichnet - unter anderem wegen einer schwachen Nachfrage in China.

rtr
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