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EnergieChef-Wechsel bei Thermondo – Philipp Pausder gibt die Führung ab

Deutschlands größter Heizungsinstallateur bekommt eine neue Leitung. Elf Jahre nach der Gründung seines Unternehmens widmet sich Pausder einer neuen Aufgabe.Catiana Krapp 16.05.2024 - 07:11 Uhr
Philipp Pausder hat den Wechsel an der Spitze seines Unternehmens lange vorbereitet. Foto: Thermondo

Düsseldorf. Der Heizungsinstallateur Thermondo bekommt einen neuen Chef: Gründer Philipp Pausder zieht sich mit sofortiger Wirkung aus dem operativen Geschäft zurück, wie das Unternehmen bekannt gab. Pausder verlässt Thermondo nicht: Er wechselt in den Beirat. 

Pausder sagte: „Ich habe diesen Tag zusammen mit dem Beirat lange Zeit vorbereitet.“ Jetzt sei der richtige Zeitpunkt für die Übergabe an den richtigen Nachfolger.

Neuer Thermondo-Chef wird Felix Plog. Plog hat den Lieferdienst Foodpanda gegründet und ihn später an das Unternehmen Delivery Hero verkauft. Er ist bereits seit August 2023 Chief Revenue Officer bei Thermondo. „Felix und ich haben uns vor einem Jahr in zahlreichen Gesprächen gut kennengelernt und die letzten neun Monate Seite an Seite gearbeitet“, erklärte Pausder.

Plog bringt vor allem Gründererfahrung mit und kennt sich mit der Schnittstelle zwischen Software und operativem Geschäft aus. Bei Thermondo habe er in den vergangenen Monaten bereits die Produktorganisation komplett neu aufgestellt, schreibt das Unternehmen.

Plog sagte: „Philipp hat als Visionär vor über zehn Jahren verstanden, dass die Energiewende vor allem auch im Einfamilienhaus stattfindet.“ Thermondo installiert Heizungen bei Verbrauchern und konzentriert sich dabei mittlerweile auf Wärmepumpen.

Das Ziel der Bundesregierung ist es, dass jedes Jahr 500.000 Wärmepumpen in Deutschland eingebaut werden. So soll der CO2-Ausstoß durch private Heizungen schnell genug sinken, um die Klimaziele zu erreichen.

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Doch die Branche steht unter Druck. Der Gesamtabsatz neuer Heizungen ging im ersten Quartal 2024 um 29 Prozent zurück. Der Absatz von Wärmepumpen schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um 52 Prozent.

Der Heizungsbauer Vaillant kündigte in dieser Woche an, 700 Stellen in der Verwaltung abzubauen.

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Thermondo stellt sich derweil breiter auf: Kürzlich hat der Heizungsinstallateur die Solarfirma Febesol gekauft. Zur Begründung hatte Pausder dem Handelsblatt gesagt: Ein Drittel der Heizungskunden wolle auch eine Photovoltaik-Anlage. „Und 30 Prozent der Febesol-Kunden wollen auch eine Wärmepumpe.“

Es kommt also eine Reihe von Aufgaben auf den neuen Thermondo-Chef zu.

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