Kommentar: Qualcomm überrollt die Konkurrenz bei KI-Laptops

Der US-Chipkonzern Qualcomm hat den erfolgreichsten Tag seiner Geschichte erlebt. Microsoft hat die Branche der Laptop-Hersteller dazu gedrängt, neue Geräte mit besonderer Leistung für Künstliche Intelligenz (KI) zu präsentieren. Und Qualcomm ist die einzige Firma, die die nötigen Chips liefern konnte. Auf einen Schlag hat sie Aufträge mit Firmen wie Dell, Lenovo, Samsung und auch Microsoft selbst gewonnen.
Apple schaffte 2020 einen Durchbruch. Der Konzern verabschiedete sich vom langjährigen Partner Intel und verbaute selbst entwickelte Chips in seinen Mac-Computern. Sie bauen auf der ARM-Architektur auf, die ursprünglich für Smartphones entwickelt worden war. Sie ist zwar besonders stromsparend. Aber erst nach jahrelanger Entwicklung war sie auch bei der Performance gut genug.
Dieses Erfolgsrezept von Apple hat Qualcomm nun kopiert. Die Firma war bereits ein Spezialist für Smartphone-Chips. Jetzt ist CEO Amon der Sprung in das Laptop-Geschäft gelungen.
Für Intel ist das ein Fiasko. Die Firma war über viele Jahre der wichtigste Chipkonzern der Welt. Nach dem Verlust des wichtigen Deals mit Apple 2020 erlebt die Firma nun ihren nächsten Rückschlag. Der einstige US-Vorzeigekonzern ist abgeschlagen.
Amon und Qualcomm sind der neue Star. Dem CEO ist es nicht nur gelungen, einen leistungsfähigen Chip vorzustellen, der weit vor der Leistung von Intel liegt. Er kann gleichzeitig auf den geringen Stromverbrauch verweisen.
Die neuen KI-Laptops von Microsoft, Lenovo, Dell oder anderen halten locker einen ganzen Tag mit einer Akkuladung durch. Einige Geräte sollen sogar 22 Stunden Laufzeit bei einer regelmäßigen Nutzung schaffen. Das bekommt Intel heute nicht hin. Der Konzern muss dringend umsteuern, wenn der einstige Technologiepionier nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden will.