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Ifo-UmfrageChemiebranche erstmals seit Kriegsbeginn positiv gestimmt

Nach schwierigen Zeiten in der Energiekrise blickt die Branche optimistischer in die Zukunft. Die Verluste seien noch nicht wettgemacht doch die Nachfrage steige wieder an laut ifo-Institut. 06.06.2024 - 08:08 Uhr
Die Chemiebranche erholt sich langsam.  Foto: Reuters

Berlin. Das Geschäftsklima in der deutschen Chemieindustrie ist erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wieder positiv. Das entsprechende Barometer stieg im Mai auf plus 5,8 Punkte, nach minus 5,2 Zählern im April, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. „Die Zuversicht der deutschen Chemiebranche kehrt zurück“, sagte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Nach rund zwei Jahren überwiegt dabei erstmals wieder der Anteil an Firmen, die ihre Geschäftslage positiv beurteilen. Auch der Blick auf die nächsten Monate ist optimistischer geworden. „Die Nachfrage nach chemischen Produkten hat angezogen und die Auftragsbücher sind voller geworden, wenn auch auf niedrigem Niveau“, betonte das Ifo-Institut. Die Exporterwartungen haben sich zudem weiter verbessert.

Für die nächsten Monate planen die ersten Firmen in der Chemiebranche angesichts der verbesserten Nachfrage bereits mit steigenden Verkaufspreisen. Auch die Ertragslage hat sich den Angaben zufolge entspannt. „Die Verluste der Vorjahre sind allerdings noch nicht wettgemacht, so dass die Mehrheit der Unternehmen immer noch mit einer kaum befriedigenden bis schlechten Ertragslage zu kämpfen haben“, sagte Wolf dazu.

Der Branchenverband VCI hat im Mai seine Prognose für 2024 deutlich angehoben. Für dieses Jahr wird nun mit einem Anstieg der Produktion von 3,5 Prozent und einem Plus beim Branchenumsatz von 1,5 Prozent gerechnet. „Wir blicken inzwischen etwas zuversichtlicher in die Zukunft, denn die Wachstumsaussichten hellen sich langsam auf“, sagte VCI-Präsident Markus Steilemann.

Die Chemiebranche litt lange unter schwacher Nachfrage und hohen Produktionskosten. Nach Beginn des russischen Kriegs hatten sich viele Materialien stark verteuert, ebenso Energie. Das hat die energieintensive Produktion belastet. 

rtr
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