Preisabsprachen: Pharmakonzern Alchem wegen Buscopan-Wirkstoff unter Kartellverdacht
Brüssel. Der indische Pharmakonzern Alchem ist ins Visier der EU-Wettbewerbshüter geraten. Diese werfen Alchem vor, in einem Pharmakartell an Preisabsprachen für den Wirkstoff des Schmerzmittels Buscopan beteiligt gewesen zu sein.
Die Europäische Kommission erklärte am Donnerstag, die Beschwerdepunkte an Alchem übermittelt zu haben. Alchem und andere Unternehmen sollen sich demnach bei der Festlegung des Mindestverkaufspreises und der Zuteilung von Quoten abgesprochen und möglicherweise sensible Geschäftsinformationen ausgetauscht haben.
Bei dem Wirkstoff handelt es sich um Butylscopolamin, das zur Behandlung von Bauchschmerzen- und krämpfen eingesetzt wird. Bei Alchem war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Die EU-Kommission hatte bereits 2023 gegen die Unternehmen Alkaloids of Australia, Alkaloids Corporation, Boehringer, Linnea und Transo-Pharm Kartellstrafen von insgesamt 13,4 Millionen Euro wegen des Buscopan-Wirkstoffs verhängt.