FTI-Pleite: Zwei Reiseanbieter werden den deutschen Tourismus-Markt dominieren
Frankfurt, Hannover. Reiseunternehmen wetteifern um die Kundinnen und Kunden des insolventen Anbieters FTI. Nachdem die Wettbewerber schon zu den gerade beginnenden Sommerferien ihre Kontingente massiv aufgestockt haben, legen sie im etwas reiseschwächeren Winter nach: Tui schickt in Deutschland im kommenden Winter bis zu 150.000 zusätzliche Plätze für Urlauber in den Markt. Konkurrent Alltours baut sein Angebot in Ägypten im Winter um 50 Prozent auf mehr als 100.000 Gäste aus.
„Wir haben schnell reagiert und versucht, das Beste daraus zu machen – für uns, aber auch für die Kunden“, sagt Stefan Baumert, der Chef von Tui Deutschland. Natürlich schaue das Unternehmen dabei nicht nur auf diesen Sommer, sondern auch auf die Zeit danach. Aber: „Wir haben gute Wettbewerber. Jeder wird versuchen, sich einen Teil vom Kuchen abzuschneiden.“
Auch wenn FTI schon länger wirtschaftlich angeschlagen und kein starker Wettbewerber mehr war – mit der Anmeldung der Insolvenz vor genau drei Wochen scheidet die Nummer drei aus dem deutschen Markt aus. Kunden könnten davon profitieren – doch mittelfristig wird es noch teurer, in den Urlaub zu fliegen.