Varta-Aktie: Batteriehersteller senkt Prognose – Aktie gibt nach
Frankfurt. Die Papiere des Batterieherstellers Varta verlieren am heutigen Freitag zwischenzeitlich bis zu sieben Prozent. Im vorbörslichen Frankfurter Handel waren es bis zu zehn Prozent.
Am Vortag hatte das Unternehmen eine Umsatzprognose für 2024 gesenkt. Grund sei eine weitere deutliche Verschlechterung des Marktumfeldes für Energiespeicher, insbesondere im zweiten Quartal des laufenden Jahres, teilte das angeschlagene Unternehmen am Donnerstagabend mit.
Das Unternehmen aus dem schwäbischen Ellwangen geht demnach nur noch von einem Umsatz von 820 Millionen Euro bis 870 Millionen Euro aus. Zuvor hatte Varta mindestens 900 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Geschäfte bei Varta liefen zuletzt schlechter als erwartet
Im Mai hatte Varta den Branchen- und Sanierungsexperten Michael Ostermann zum neuen Vorstandschef berufen. Der 58-Jährige hat langjährige Management-Erfahrung im Automotive-Sektor und in der Batterieindustrie, unter anderem bei Exide Technologies. Bei dem Unternehmen liefen zuletzt die Geschäfte sowohl mit kleinen Lithium-Ionen-Knopfzellen für Kopfhörer als auch mit Energiespeichern für Photovoltaik-Anlagen schlechter als erwartet. Zudem legte ein Cyberangriff im Februar die Produktion wochenlang lahm.
Varta war Anfang Mai aus dem SDax geschieden, da die vom Indexanbieter gestellte Anforderung einer fristgerechten Veröffentlichung des geprüften Jahresfinanzberichtes nicht erfüllt wurde.