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EnergiewendeGrößter Solarpark Deutschlands bei Leipzig nimmt Betrieb auf

Der Energiepark Witznitz ist auf einem ehemaligen Braunkohletagebau entstanden. Er steht für den Wandel einer ganzen Region – und könnte ein Modell für zukünftige Energieprojekte sein. 03.07.2024 - 15:51 Uhr
Die Menge reicht, um 200.000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Leipzig. Sonnenstrom statt Braunkohle: Nach rund zwei Jahren Planungs- und Bauzeit ist der Energiepark Witznitz südlich von Leipzig offiziell eröffnet worden. Es ist nach Angaben der Betreiber nicht nur der größte Solarpark Deutschlands, sondern auch der „größte zusammenhängende Solarpark Europas“.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte bei der symbolischen Eröffnung, der größte Solarpark Deutschlands entstehe in Mitteldeutschland. Dies markiere eine Transformation - weg von der Braunkohle, hin zu den erneuerbaren Energien: „Wir wollen Industrieland bleiben, und dafür brauchen wir die erneuerbaren Energien.“

Der Energiepark befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Braunkohletagebaus Witznitz II und erstreckt sich über eine Fläche von rund 500 Hektar – das entspricht etwa 700 Fußballfeldern. Mehr als eine Million Module wurden hier für den 650-Megawatt-Solarpark installiert.

Strom für rund 200.000 Haushalte

Die Menge reicht, um 200.000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Hinter dem Projekt steht die Firma Move On Energy. Pro Jahr sollen so Emissionen von mehr als 250.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Der Solarpark wurde durch eine Investition des Versicherungskonzerns Signal Iduna finanziert - ohne staatliche Förderungen. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Eigentümer sei die Finanztochter Hansainvest Real Assets. „Mit der Investition in dieses Leuchtturmprojekt der Energiewende nehmen wir als Versicherungskonzern Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft wahr und geben einen wichtigen Impuls für die Belebung der Region“, sagte der Finanzvorstand der Signal Iduna, Martin Berger.

 

dpa
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