ASML: Aktie bricht ein – Streit der Supermächte belastet Chipausrüster
München. Europas wertvollster Tech-Konzern steht an der Börse schwer unter Druck der Investoren. Im frühen Handel in Amsterdam brach der Aktienkurs des niederländischen Chipausrüsters ASML am Mittwoch um zeitweise mehr als zehn Prozent ein.
Am Dienstagabend war bekannt geworden, dass die USA weitere Exportbeschränkungen für Chipanlagen nach China erwägen. Auch die Kurse anderer Halbleiterkonzerne wie TSMC, AMD und Nvidia gerieten am Mittwoch stark unter Druck, nachdem der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump den Schutz der für die Industrie zentralen Insel Taiwan infrage gestellt hatte.
Bei ASML kommt eine enttäuschende Prognose des neuen Konzernchefs Christophe Fouquet hinzu. Der Franzose stellte den Investoren für das dritte Quartal Konzernerlöse von maximal 7,3 Milliarden Euro in Aussicht. Das sind rund 300 Millionen Euro weniger, als Analysten im Schnitt erwartet hatten.
Der starke Aufwärtstrend von ASML an der Börse ist damit zunächst vorbei. Vergangene Woche war der Kurs erstmals auf mehr als 1000 Euro gestiegen. Am Mittwochnachmittag notierten die Papiere nur noch bei etwa 880 Euro.