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VerkehrE-Scooter-Unfälle mit Personenschaden haben stark zugenommen

Immer häufiger kommt es auf deutschen Straßen zu E-Scooter-Unfällen, bei denen Menschen zu Schaden kommen. 2023 hat sich die Zahl der Todesopfer im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. 26.07.2024 - 13:24 Uhr aktualisiert
E-Scooter im Straßenverkehr: 1220 Personen wurden 2023 schwer verletzt und 8911 leicht. Foto: dpa

Berlin. Die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden hat im vorigen Jahr stark zugenommen. Insgesamt registrierte die Polizei laut Statistischem Bundesamt (Destatis) im Jahr 2023 in Deutschland 9425 dieser Unfälle – das waren 14,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei kamen insgesamt 22 Menschen ums Leben, wie Destatis am Freitag weiter mitteilte.

Die Zahl der Todesopfer hat sich damit gegenüber 2022 verdoppelt: Damals starben elf Menschen bei E-Scooter-Unfällen. 1220 Personen wurden 2023 schwer verletzt und 8911 leicht. 83,0 Prozent der Verunglückten waren selbst mit dem Elektro-Kleinstfahrzeug unterwegs, darunter auch 21 der 22 Todesopfer.

Wie Destatis weiter mitteilt, waren im vergangenen Jahr 41,6 Prozent der verunglückten E-Scooter-Fahrer jünger als 25 Jahre, 80,4 Prozent waren jünger als 45 Jahre. Dagegen gehörten nur 3,4 Prozent der E-Scooter-Nutzer, die an einem Unfall mit Personenschaden beteiligt waren, zur Altersgruppe 65plus.

Versicherer sehen Handlungsbedarf

Die Schäden, die entstehen, wenn andere Menschen durch E-Scooter verletzt werden, sind aus Sicht der Versicherungsbranche vergleichsweise hoch: „Jeder Unfall mit Personenschaden kostet im Schnitt über 13.000 Euro, etwa für Behandlungskosten, Arbeitsausfall und Schmerzensgeld“, erläutert Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Er sieht Handlungsbedarf: „E-Scooter haben auf Fußwegen nichts zu suchen. Das erhöht das Unfallrisiko für sie selbst und für andere.“ Schon Fahrräder seien in Fußgängerzonen eine Unfallgefahr, wie eine Studie der Unfallforschung der Versicherer zeige. „Statt das Problem mit E-Scootern noch zu verschärfen, sollten Rad- und Gehwege strikt getrennt werden“, forderte Asmussen.

dpa, rtr
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