DiGA-Liste: Warum einige Gesundheitsapps besonders erfolgreich sind
München. 35 Apps sind derzeit im Verzeichnis der digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) gelistet. Das bedeutet, dass die Kosten dieser Gesundheitsapps von den Krankenkassen getragen werden. Und es bedeutet auch, dass die dahinterstehenden Unternehmen jenen regulatorischen Prozess erfolgreich durchlaufen haben, den das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für eine dauerhafte Listung im Verzeichnis vorgibt. Für Brancheninsider ist diese Listung ein maßgeblicher Erfolgsfaktor. Aber ist Listung gleich Erfolg?
Nachdem die ersten Verordnungszahlen digitaler Gesundheitsanwendungen veröffentlicht worden waren, war die Skepsis bei einigen groß, berichtet beispielsweise Malte Bucksch vom Software- und Beratungsunternehmen Quickbird Medical. Denn die Anzahl der verordneten digitalen Gesundheitsanwendungen war geringer als erwartet. Das digitale Angebot ist auch heute noch bei Ärzten und Patienten weniger bekannt, als es sich einige Branchenvertreter wünschen würden.
Dabei nennen sie den Schritt zur dauerhaften DiGA-Listung einen großen Erfolg. Viele Unternehmen würden schließlich bereits während einer vorläufigen Listung scheitern. Die Zulassungsvorgaben, die Datenauswertung und die Studie, die letztlich beweisen soll, dass das DiGA-Angebot funktioniert und die Lebensqualität der Patienten verbessert, könnten nur wenige vorweisen, 35, um genau zu sein.