Heizungsgesetz: Habeck auf Werbetour – für die Wärmepumpe und sich selbst
Bremen, Hannover, Laatzen. In Berlin fällt Robert Habeck unter den feinen Herren mit dem Weinkennerblick regelmäßig als Biertrinker auf. Am besten schmeckt ihm das Gebräu aus der Heimat im Norden. Und so weiß der Vizekanzler natürlich auch, welche Sorte in Hannover getrunken wird.
„Herrenhäuser trinkt ihr doch“, sagt er zu Thorsten Weber. Die beiden stehen im Flur der Dreizimmerwohnung des 49-Jährigen. Weber wohnt seit 25 Jahren hier in Hannover Vahrenwald. Der Minister und er blicken in die kleine Vorratskammer der Wohnung, von innen weiß verputzt und keinen Meter breit.
Darin oben: das Steuerungsmodul für Webers neue Heizung. Im vergangenen Jahr hat der Eigentümer, der örtliche Bauverein, die Gasheizung rausgeworfen und eine Wärmepumpe eingebaut. Und unten: trotzdem noch Platz. „Zwei Paletten Bier passen doch da noch rein“, sagt Habeck.
Von Montag bis Mittwoch war der Wirtschaftsminister auf Werbetour. Es ist der Versuch der großen Imagepolitur, nachdem das Heizungsgesetz Habeck im vergangenen Jahr hat abstürzen lassen. Inzwischen sind auch die Verkaufszahlen der Wärmepumpen abgestürzt.