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Dow Jones, S&P 500, NasdaqWall Street beendet Handelswoche stabil – Zinssenkung erwartet

Auch wenn sich die US-Konjunktur abschwächt, zeigen sich Anleger zum Ende der Handelswoche entspannter. Dazu tragen auch Aussagen zur Geldpolitik der Fed bei. 09.08.2024 - 22:47 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Ein Straßenschild an der New Yorker Börse. Foto: Reuters

New York. Beruhigende Worte eines führenden US-Notenbankers haben die Wall Street zum Wochenschluss angeschoben. Der Standardwerteindex Dow Jones schloss am Freitag 0,1 Prozent höher auf 39.497 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,5 Prozent auf 16.745 Zähler vor. Der breit gefasste S&P 500 verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 5344 Stellen.

Die US-Konjunktur schwäche sich zwar ab, stehe aber nicht vor einer Rezession, sagte Christopher Jackson, Manager bei der Vermögensverwaltung der Bank UBS. „Wir wachsen immer noch, nur nicht mehr so stark.“

Unterstützung erhielten die Börsen auch von den jüngsten Aussagen des US-Notenbankers Jeff Schmid. Der als Verfechter einer restriktiveren Geldpolitik geltende Chef der Federal Reserve Bank von Kansas City hatte sich positiv zur Entwicklung von Konjunktur und Inflation geäußert und eine Anpassung der Geldpolitik in Aussicht gestellt. Derzeit rechnet etwa die Hälfte der Anleger mit einer Zinssenkung um einen halben Prozentpunkt. Der Rest tippt auf einen Viertelprozentpunkt.

Weitere Einzelwerte im Fokus

Take Two: Die Aussicht auf einen Wachstumsschub durch die Markteinführung der sechsten Folge der Videospiele-Reihe „Grand Theft Auto“ (GTA) ermuntert Anleger zum Einstieg bei Take-Two. Die Aktien des Software-Entwicklers gewannen im US-Geschäft 4,4 Prozent.

Die Sorgen vor einer Rezession in den USA und den Yen-Carry-Trades haben nachgelassen. Quartalsergebnisse von TSMC hellen die Stimmung im Tech-Sektor auf. Doch die Lage im Nahen Osten bleibt ein Risikofaktor, meint Markus Koch.

TSMC: Ein Umsatzschub gibt TSMC Rückenwind. Die in den USA notierten Aktien des weltgrößten Auftragsfertigers für Computerchips stiegen um 1,6 Prozent. Wegen der boomenden Nachfrage nach Spezialprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) steigerte der taiwanische Konzern seinen Umsatz im Juli um knapp die Hälfte auf umgerechnet 7,27 Milliarden Euro.

Expedia: Gefragt waren die Titel von Expedia, die sich um mehr als zehn Prozent verteuerten. Das Online-Buchungsportal hatte zwar ein überraschend starkes Quartalsergebnis abgeliefert, aber Gesamtjahresziele unter Markterwartungen in Aussicht gestellt. Offenbar werteten Investoren diesen Ausblick als konservativ, sagte Analyst Thomas Champion von der Investmentbank Piper Sandler. Andere Analysten verwiesen auf die niedrigen Erwartungen nach den enttäuschenden Zahlen der Rivalen AirBnB und Booking.com.

Paramount: Begehrt waren die Anteilsscheine von Paramount Global mit einem Aufschlag von rund einem Prozent. Nach dem US-Medienkonzern Warner Bros Discovery nimmt auch der Rivale Paramount Global milliardenschwere Abschreibungen auf seine TV-Sender vor. Zudem kündigte Paramount den Abbau von 15 Prozent seiner Arbeitsplätze an, was etwa 3200 Stellen entsprechen dürfte.

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