Kommentar: Hinter dem Börsenabsturz verbirgt sich auch eine gute Nachricht

In der vergangenen Woche gab es jede Menge schlechte Nachrichten von den globalen Börsen – aber auch eine wirklich gute: Die Strukturen haben gehalten, es ist nichts zerbrochen. Und das ist eigentlich ein kleines Wunder.
Wie heftig die Verwerfungen waren, zeigen zwei Zahlen. Am vergangenen Montag stürzte der Nikkei-Index in Tokio um 12,5 Prozent ab, es waren die schlimmsten Verluste seit dem „Schwarzen Montag“ 1987. Gleichzeitig schoss in den USA der Vix-Index, ein wichtiges Marktbarometer, das künftige Kursschwankungen prognostiziert, binnen weniger Stunden beinahe senkrecht um über 100 Prozent in die Höhe.
Derart heftige Ausschläge sind ein klares Indiz, dass an den Märkten etwas gekippt ist. In diesem Fall ging es um eine riesige Menge von Geschäften ganz unterschiedlicher Art, die letztlich alle darauf setzten, dass die Märkte ruhig bleiben und sich die Schwankungen in engen Grenzen halten.
Diese Wetten funktionierten viele Monate hervorragend. Als in Japan dann die Notenbank überraschend die Zinsen erhöhte und an der Wall Street der Glaube an die Sonderstellung der US-Wirtschaft erschüttert wurde, platzten sie.