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SanierungDeutsche Bahn plant offenbar neue Sanierungsmaßnahmen

Ursprünglich plante der Konzern über fünf Jahre 30.000 Stellen in der Verwaltung abzubauen. Offenbar reicht das aber nicht für die Sanierung. Doch das soll nicht der einzige Einschnitt sein. 02.09.2024 - 17:15 Uhr Artikel anhören
Nach rund drei Jahren solle die Eisenbahn in Deutschland wieder schwarze Zahlen schreiben. Foto: IMAGO/Future Image

Berlin. Die Deutsche Bahn steht Regierungs- und Konzernkreisen zufolge vor noch härteren Einschnitten als bislang geplant. „Vorgesehen ist ein dreijähriger Sanierungskurs über den gesamten Konzern hinweg“, sagte ein Regierungsvertreter am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

In Bahn-Kreisen hieß es, dies werde eine Ross-Kur, die intern „S3“ genannt werde. Der vom Konzern über fünf Jahre angekündigte Abbau von rund 30.000 Stellen in der Verwaltung werde für die Sanierung voraussichtlich nicht ausreichen. Auch Fernzug-Verbindungen könnten ausgedünnt werden, was die Bahn zuletzt dementiert hatte.

Nach rund drei Jahren solle die Eisenbahn in Deutschland wieder schwarze Zahlen schreiben. Hintergrund ist, dass sowohl Nah- und Fernverkehr sowie das Netz zuletzt hohe Verluste schrieben. Die Frachttochter DB Cargo ist ohnehin in einer jahrelangen Dauerkrise und darf nach EU-Druck nicht mehr vom Konzern gestützt werden.

Sanierungsgespräch steht bevor

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat für Dienstag und damit kurz nach den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen zu einem Pressegespräch geladen. Wissing habe bereits anklingen lassen, dass man es nicht mehr allein bei der Sanierung des Netzes belassen könne, heißt es in der Einladung.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing. Foto: dpa

Man müsse auch Anpassungen im wirtschaftlichen und organisatorischen Bereich vornehmen. Ein Sprecher Wissings wollte sich zu Details nicht äußern und verwies auf das Pressegespräch. Die Bahn äußerte sich am Montag nicht, hatte aber zuletzt mehrfach erklärt, der Konzern müsse wirtschaftlich werden.

Die Bahn treibt derzeit den Verkauf ihrer internationalen Logistik-Tochter Schenker voran. Das könnte ihr rund 14 Milliarden Euro bringen. Schenker ist allerdings der einzige nennenswerte Gewinnlieferant für das Staatsunternehmen. Mit dem Verkauf könnte sie aber Zeit für eine Sanierung gewinnen.

rtr
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