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EU-AutozölleEU senkt Sonderzoll für Tesla und andere E-Autos aus China

Für Elon Musks Firma fällt mit 7,8 Prozent offenbar der niedrigste Sonderzoll unter Autoherstellern an. Allerdings müssen die Mitgliedstaaten der EU zuvor noch über die Zollbestimmungen beraten. 10.09.2024 - 15:56 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Es wäre die dritte Anpassung nach unten für Tesla. Foto: M. Scott Brauer/Bloomberg

Brüssel. Die EU-Kommission will die umstrittenen Antidumping-Zölle auf in China produzierte E-Autos von Tesla und mehreren chinesischen Herstellern leicht senken. Der für Tesla vorgesehene Zusatzzoll werde auf 7,8 Prozent von zuvor neun Prozent gesenkt, geht am Dienstag aus Unterlagen der EU-Kommission hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlagen.

Für den chinesischen Autobauer Geely liege der neue Satz bei 18,8 Prozent statt bei 19,3 Prozent. Für den Wettbewerber BYD bleibe allerdings der Zollaufschlag von 17 Prozent bestehen. Ein Spitzensatz von 35,3 Prozent werde für SAIC und andere Unternehmen gelten, die nicht mit der EU kooperierten.

Es ist die dritte Anpassung nach unten. Die zusätzlichen Abgaben kommen zu den bereits bestehenden Zöllen von zehn Prozent hinzu, denen Exporteure aus China bereits unterliegen

Ende August begründete die EU die Sonderregelung für Tesla damit, dass die Firma kein Joint Venture mit einer chinesischen Firma hat, sondern ihre Autos eigenständig in China baut. Deshalb erhalte das Unternehmen weniger staatliche Subventionen, erklärte ein EU-Beamter. Außerdem habe Tesla voll kooperiert.

Somit fällt für das Unternehmen von Elon Musk der mit Abstand niedrigste Zolltarif an. Alle anderen Autobauer, die in China produzieren, müssen künftig mindestens 21,3 Prozent Ausgleichszoll auf ihre Importe in die EU zahlen. Darunter fallen auch die deutschen Hersteller BMW, Mercedes und VW.

Abstimmung der Mitgliedsstaaten

Die Mitgliedsstaaten werden über die vorgeschlagenen endgültigen Zölle abstimmen, bevor sie im November in Kraft treten sollen. Die Sätze können bis dahin weiter angepasst werden, die betroffenen Hersteller zusätzliche Einwände einbringen. Auch laufen Gespräche mit der chinesischen Regierung, um die Zölle noch abzuwenden.

Für das Unternehmen von Elon Musk fällt der mit Abstand niedrigste Zolltarif an- Foto: dpa

Die Kommission hatte deshalb im vergangenen Jahr ein Antisubventionsverfahren eingeleitet. Im Frühjahr kam sie zu dem Schluss, dass die chinesischen Subventionen im E-Auto-Sektor eine Bedrohung für die europäischen Autohersteller darstellten. Im Juli führte sie vorläufige Sonderzölle ein.

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Allerdings sind die Zölle in der EU umstritten. Vor allem die Bundesregierung drängt darauf, die Aufschläge zu senken, um den deutschen Autoherstellern, die in China produzieren, keine zusätzlichen Kosten aufzubürden.

Bloo, jsb, rtr
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