Nikkei, Topix, CSI-300: Börsen in Japan setzen Ausverkauf fort – China rückt vor
Tokio, Singapur. Der Ausverkauf am Aktienmarkt in Japan geht weiter. Der 225 Werte umfassende Tokioter Nikkei-Index notierte zum Handelsschluss am Mittwoch 0,8 Prozent schwächer bei 38.105 Punkten. Der breiter gefasste Topix verlor 0,6 Prozent auf 2637 Zähler.
Im Fokus der Anleger blieb die immer näher rückende US-Präsidentschaftswahl und die Parlamentswahl in Japan. Der japanische Ministerpräsident Shigeru Ishiba hatte Anfang des Monats das Unterhaus aufgelöst und Neuwahlen für den 27. Oktober angesetzt. Lokale Medien berichteten, dass die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) und ihr Koalitionspartner Komeito ihre Mehrheit verlieren könnten. Die Vorsicht vor den anstehenden Unterhauswahlen dämpfte die positiven Effekte des schwächeren Yen auf die Exportwerte.
In China ging es indes erneut nach oben. Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewannen jeweils knapp ein halbes Prozent. „Volatilität innerhalb einer begrenzten Handelsspanne wird zunehmend zur Norm, da sich die Märkte auf entscheidende Wochen vorbereiten“, sagte Anderson Alves, Händler beim Online-Broker ActivTrades. Die Händler in der Volksrepublik warteten weiter auf Details zu den staatlichen Hilfen für die schwächelnde Wirtschaft.