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BankenCommerzbank startet Aktienrückkauf

Das Institut will eigene Papiere im Wert von 600 Millionen Euro einziehen. Das dürfte auch Auswirkungen auf eine mögliche Übernahme des Instituts durch Unicredit haben.Andreas Kröner 04.11.2024 - 16:11 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Die Commerzbank startet ein Aktienrückkaufprogramm. Foto: Helmut Fricke/dpa

Frankfurt. Die Commerzbank kauft mitten im Übernahmekampf mit der italienischen Unicredit eigene Aktien zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Finanzagentur des Bundes hätten ein weiteres Rückkaufprogramm im Volumen von 600 Millionen Euro genehmigt, teilte Deutschlands zweitgrößte Privatbank am Montag mit.

Das Institut will mit den Käufen nach der Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal am Mittwoch starten und sie spätestens bis Mitte Februar 2025 abschließen. Das Geldhaus hatte das dritte Rückkaufprogramm seit 2023 bereits vor dem Einstieg von Unicredit angekündigt und will an seinen Ausschüttungsplänen trotz der Avancen aus Mailand festhalten.

„Unsere Anteilseigner können sich auf uns verlassen“, sagte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp. Das Institut werde für das Geschäftsjahr 2024 wie angekündigt mindestens 70 Prozent seines Gewinns ausschütten, jedoch nicht mehr als das Konzernergebnis nach Abzug von Zinszahlungen auf eigenkapitalähnliche Anleihen.

Um dieses Ziel zu erreichen, will die Bank auf Basis der Zahlen für das dritte Quartal ein weiteres Aktienrückkaufprogramm beantragen. Zudem sollen die Aktionäre eine Dividende erhalten.

Unicredit ist im September mit neun Prozent bei der Commerzbank eingestiegen und hat über Finanzinstrumente bereits Zugriff auf 21 Prozent der Anteile. Wenn die Italiener im Rahmen der Aktienrückkäufe keine Papiere veräußern, wird ihr Anteil an der Commerzbank weiter steigen.

Übernahmen

Commerzbank schafft neues Ressort für weitere Zukäufe

Das Gleiche gilt für den Anteil des deutschen Staates von aktuell zwölf Prozent. Der Bund will bis auf Weiteres keine weiteren Anteile verkaufen und auch an etwaigen Aktienrückkäufen nicht teilnehmen.

Analysten erwarteten Gewinnrückgang

Am Mittwoch legt parallel zur Commerzbank auch Unicredit ihre Zahlen für das dritte Quartal vor. Während Unicredit-Chef Andrea Orcel für einen Zusammenschluss beider Institute wirbt, steht die Commerzbank-Spitze einer Übernahme kritisch gegenüber.

Der beste Weg, um einen Verkauf zu verhindern, wäre aus Sicht von Insidern und Analysten ein höherer Aktienkurs der Commerzbank. Dadurch würde eine Übernahme für Unicredit teurer.

„Zudem könnte ein potenzielles Übernahmeangebot für Commerzbank-Aktionäre weniger attraktiv sein, wenn diese davon überzeugt sind, dass sich das Geschäft der Commerzbank in der Zukunft weiter überdurchschnittlich entwickelt“, betont Metzler-Analyst Jochen Schmitt.

Aktienrückkäufe und Dividenden sind wesentliche Hebel, mit denen die Commerzbank ihren Aktienkurs nach oben treiben will. Für die Jahre 2025 bis 2027 plant sie, jeweils mehr als 90 Prozent ihres Gewinns an die Aktionäre auszuschütten.

Der Gewinn der Bank dürfte im dritten Quartal dagegen gefallen sein. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Rückgang um 23 Prozent auf 529 Millionen Euro. Wegen der gesunkenen Einlagezinsen der EZB ist der Zinsüberschuss der Commerzbank ihren Schätzungen zufolge um sieben Prozent auf zwei Milliarden Euro gesunken.

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Zudem gehen sie davon aus, dass sich die Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite wegen der schwachen Wirtschaftsentwicklung mehr als verdoppelt hat auf 216 Millionen Euro.

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