BYD, Xiaomi, Nio: Analysten empfehlen vor allem zwei E-Auto-Aktien aus China
Shanghai. Während in Deutschland noch über das Ende des Verbrennungsmotors diskutiert wird, forciert China den Elektroautoboom als eine der Schlüsselindustrien für den Aufstieg zur Wirtschaftssupermacht.
Der Anteil der Fahrzeuge mit alternativer Antriebstechnik an den Neuzulassungen in China lag in den ersten neun Monaten nach Angaben der China Association of Automobile Manufacturers bei mehr als 40 Prozent. Die Regierung pusht die Nachfrage mit einer Abwrackprämie, die nach offiziellen Angaben bis zum 24. Oktober 1,57 Millionen Mal beantragt worden ist.
Paul Gong, Head of China Autos Research der Bank UBS, warnt, dass sich die Nachfrage im kommenden Jahr aber abschwächen könnte, nicht zuletzt wegen der vorgezogenen Nachfrage durch die Abwrackprämie. Hinzu kommt: Der Preisdruck drückt die Gewinnmargen der Hersteller, die Sonderzölle der Europäischen Union auf chinesische Importe bremsen den Expansionsdrang von Herstellern wie BYD und Nio.
Und die Wahl von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten könnte ein neues Kapitel im Handelskrieg mit den USA bedeuten, das vor allem die chinesische Autoindustrie treffen würde. Ding Yuqian, Autoexpertin der HSBC-Bank in Hongkong, erwartet deshalb für chinesische E-Auto-Aktien „volatilere Zeiten“.
Anleger müssen sich also intensiver mit den Unternehmen auseinandersetzen, wenn sie in deren Aktien investieren. Nicht zuletzt, weil sich deren Kursentwicklung, aber auch die Einschätzungen der Analysten stark unterscheiden.