Lilium, Tecnam und Co.: Platzt der Traum vom Fliegen mit Strom?
Frankfurt. Die Luftfahrt tut sich schwer damit, klimaneutral zu werden. Eine von mehreren Möglichkeiten soll der E-Antrieb von Flugzeugen sein. Doch die Nachrichtenlage schürt momentan wenig Hoffnung, dass der Technologie der Durchbruch gelingen wird.
So musste der deutsche Luftfahrtpionier Lilium Insolvenz anmelden. Der italienische Flugzeughersteller Tecnam hat seinen elektrischen Neunsitzer P-Volt vorerst auf Eis gelegt. Das US-Unternehmen Bye Aerospace musste einräumen, dass seine eFlyer2 und eFlyer4 deutlich später kommen werden als erwartet. Der deutsche Logistikkonzern DHL Express wird seine bei Eviation Aircraft in den USA bestellten E-Frachtflugzeuge statt 2024 wohl frühestens 2027 bekommen.
Platzt also nun der Traum vom Fliegen mit Strom? Ganz so schlimm steht es um diese Technologie zwar nicht. Es ist in der Luftfahrt durchaus Standard, dass die Zeitpläne bei Neuentwicklungen gerissen werden. Es geht um komplexe Technik, höchste Sicherheit und äußerst anspruchsvolle Regulierung.
Klar ist aber auch: Die Physik lässt sich nicht austricksen, die Luftfahrtingenieure kämpfen nach wie vor mit bekannten Herausforderungen. Die eine ist die Energiedichte der Akkus (spezifische Energie). Die andere ist das Thema Gewicht.