Dax: Der deutsche Leitindex sendet ein verstecktes Warnsignal
Frankfurt. Gut drei Wochen sind seit der erneuten Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten vergangen. Für Europa bedeutet seine Präsidentschaft nichts Gutes. Frank Engels, Chefanlagestratege des Fondshauses Union Investment, fasst es so zusammen: „Die Handels- und Sicherheitspolitik stehen unter neuen Vorzeichen, und die Exportindustrie wird sich auf neue Hürden und Schwierigkeiten einstellen müssen.“
Letzteres bezieht sich auf die von Trump während des Wahlkampfs angedrohten höheren Importzölle. Für Importe aus Mexiko und Kanada hat der designierte US-Präsident bereits als eine seiner ersten Amtshandlungen am 20. Januar einen Zollgrundtarif von 25 Prozent und für Importe aus China von zusätzlichen zehn Prozent angekündigt.
Beim ersten Blick auf Europas Börsen und speziell den deutschen Leitindex Dax scheint es jedoch so, als seien Investorinnen und Investoren unbesorgt. Seit den US-Präsidentschaftswahlen hat sich der Dax unter dem Strich kaum bewegt. Mit rund 19.250 Punkten liegt er ziemlich genau auf dem Stand vor Bekanntgabe der Wahlergebnisse.
Ein zweiter Blick zeigt jedoch, dass die Anleger nervöser geworden sind. Dabei geht es um die Volatilität, also die Schwankungen an der Börse. Die haben deutlich zugenommen.