Immobilien: Vorstadt oder Protz-Palast – Welche Wohnung als Geldanlage?
Hamburg. Etwas Geld ist da. Der Wille auch. Nur die Wohnung fehlt, in der ich mein kleines, geerbtes Vermögen anlegen könnte. Auf dem Hamburger Markt will ich mir als unerfahrener Immobilien-Anleger einen Überblick verschaffen. Drei Eigentumswohnungen will ich auf meiner Immobilien-Reise besichtigen: billig, teuer und in der Mitte. Mal mit Mieter, mal ohne, mal ohne Fußboden.
Im Rahmen der Reportage-Serie „Min, Max, Mitte“ schaue ich mir die Extreme und den statistischen Durchschnitt des Hamburger Marktes an und versuche ein Gefühl für Angebot und Preise zu bekommen.
Über die günstigste Wohnung war vorab nicht viel zu erfahren. In der Anzeige findet sich kaum mehr als ein Foto der Außenansicht. Ohnehin gilt: je billiger das Objekt, desto weniger Bilder. Vielleicht, weil in Zeiten der Instagram-Welt die unretuschierte Realität für Kaufwillige zu hart ist.
„Kommen Sie rein“, ruft der erste Makler des Tages und rudert einladend mit dem Arm, während er die Tür öffnet. Ein Mann und eine Frau leben hier, erzählt er und stoppt dann überrascht: Ein halbes Dutzend an – teils belegten – Feldbetten füllt Flur und Wohnzimmer. „Ich weiß auch nicht, woher die Betten kommen. Angemeldet sind die nicht“, sagt er hilflos, „aber, ich versichere Ihnen: Es ist kein Puff!“