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Technikmesse CESKI und Software sind Umsatztreiber bei Bosch

Auf der Technikmesse CES in Las Vegas dreht sich viel um Künstliche Intelligenz. Der deutsche Autozulieferer stellt ein Warnsystem für Geisterfahrer vor – sowie das Umsatzziel im Softwarebereich. 06.01.2025 - 21:04 Uhr Artikel anhören
Tanja Rückert, Bosch-Geschäftsführerin, und Paul Thomas, Präsident Bosch in Nordamerika, sprechen auf der Technikmesse CES 2025 in Las Vegas. Foto: Christoph Dernbach/dpa

Las Vegas. Der Technologiekonzern und Autozulieferer Bosch will in Zukunft einen höheren Teil seiner Umsätze mit Software und Anwendungen Künstlicher Intelligenz erwirtschaften. „Software und digitale Lösungen sind zu einem integralen Bestandteil unseres Geschäfts geworden“, sagte Tanja Rückert, Geschäftsführerin der Robert Bosch GmbH, auf der Technikmesse CES in Las Vegas.

Bis zum Beginn des nächsten Jahrzehnts wolle Bosch mit Software und Dienstleistungen einen Jahresumsatz von sechs Milliarden Euro erzielen. 2023 machte die Bosch-Gruppe insgesamt einen Umsatz von 91,6 Milliarden Euro.

Ein Großteil der Softwarelösungen werde Künstliche Intelligenz beinhalten, sagte Rückert. Bosch beschäftige inzwischen rund 5000 KI-Experten. „Und wir haben in den letzten fünf Jahren mehr als 1500 KI-bezogene Patente angemeldet.“ Damit sei man die Nummer eins in Europa, wenn es um KI-gestützte Patente gehe.

Auf der Technikmesse stellte Bosch unterschiedlichste Lösungen vor, bei denen KI zum Einsatz kommt. Dazu gehört ein smartes Kinderbett, das dabei helfen soll, ein Baby im Auge zu behalten. Mit Sensoren und Kameras werden die Herz- und Atemfrequenz des Babys überwacht. Die Software signalisiert auch rechtzeitig, wenn ein Stofftier oder eine Decke die Atemwege des Kindes bedeckt. Das Kinderbett kann außerdem automatisch eine sanfte Schaukelfunktion der Wiege aktivieren.

Eine andere KI-Lösung von Bosch kann Autofahrer vor entgegenkommenden Geisterfahrern warnen. Das Falschfahrer-Warnsystem verfolge dabei Fahrzeuge, wenn sie sich einer Autobahnauffahrt oder -ausfahrt nähern. Anhand anonymisierter Daten könne das System erkennen, ob sich das Fahrzeug in die zulässige Fahrtrichtung bewege. Die Warnmeldungen können unter anderem über das Satellitenradio SirusXM in die betroffenen Autos kommen.

Kaum größer als ein Sandkorn: Bosch-Sensoren sind winzig und verfügen dennoch über einen integrierten Mikrocontroller. Foto: Bosch

Für sein E-Bike-System hat Bosch wiederum eine Softwarelösung entwickelt, mit der der Akku – das wertvollste Teil eines Elektrofahrrads – besser vor Diebstahl geschützt werde. Mit der Funktion „Battery Lock“ ist ein E-Bike-Akku ohne den passenden digitalen Schlüssel nicht mehr nutzbar. Das kann zwar nicht den Diebstahl selbst verhindern, soll aber von Wiederholungstaten abschrecken, weil die Diebe mit der Beute nichts anfangen können.

dpa
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