Immobilien: Warum ist nicht jede Regel in der Hausordnung bindend?
Düsseldorf. Das Zusammenleben von Menschen erfordert Regeln. In Millionen von Mehrfamilienhäusern sind diese in der Hausordnung festgeschrieben. Und da endet schon einigermaßen das, was sich allgemeingültig über Hausordnungen sagen lässt.
Denn es ist innerhalb eines Mehrparteienhauses möglich, dass Hausordnungen für die Bewohner sehr unterschiedlich sein können, ganz egal, ob es Mieter oder Eigentümer in Eigennutzung sind.
Es ist nicht mal so, dass nach einem Erstbezug eines Neubaus die gleiche Hausordnung für alle gelten muss, sagt Luisa Peitz von Haus & Grund in Deutschland. Das mag zunächst überraschend klingen, leitet sich aber ab aus den Wegen, die dazu führen, dass die Bewohner einer Wohnung überhaupt eine Hausordnung mit dem Einzug anerkennen.
In aller Regel wird in der sogenannten Teilungserklärung von den Eigentümern einer Wohneigentümergemeinschaft mit mehreren Parteien eine Hausordnung festgelegt. Die Eigentümer, die beispielsweise ihre Immobilie selbst nutzen, orientieren sich an dieser Hausordnung. Eigentümer, die ihre Immobilie vermieten, sollten mit ihren Mietern im Mietvertrag eine darauf basierende eigene Hausordnung vereinbaren, die weitere Dinge regelt.