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SteuernGlobale Mindeststeuer – Trump kündigt Scholz’ Vorzeigeprojekt auf

Der neue US-Präsident erklärt die globale Mindeststeuer für unwirksam. Damit steht das von Kanzler Scholz vorangetriebene Abkommen endgültig vor dem Scheitern. Und es drohen neue Konflikte.Martin Greive, Jan Hildebrand, Olga Scheer 22.01.2025 - 04:00 Uhr Artikel anhören
Olaf Scholz auf Wahlkampftour: Den Kampf um die Mindeststeuer hat der Bundeskanzler wohl verloren. Foto: Boris Roessler/dpa

Berlin. Für Olaf Scholz war es ein Wahlkampfhit. Im Sommer 2021 beschlossen 140 Staaten, eine globale Mindeststeuer für internationale Konzerne einzuführen. Der damalige SPD-Finanzminister sprach von einem „großen geschichtlichen Moment“ und lobte seinen Beitrag dazu: „Ich habe die Mindeststeuer vorangetrieben.“ Auch als Kanzler pries Scholz immer wieder seine Steuerrevolution.

Drei Jahre und einen Bundestagswahlkampf später frisst die Steuerrevolution ihren Initiator. Die Umsetzung des Abkommens ging international ohnehin schon schleppend voran, nun kündigte der neue US-Präsident Donald Trump das Vorhaben direkt nach seinem Amtsantritt offiziell auf. Und ohne die USA, wo viele der digitalen Konzerne sitzen, die von der Mindeststeuer betroffen wären, bleibt von dem Projekt wenig übrig.

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