US-Trend: Otto-Chef wehrt sich, Klimaschutz- und Diversity-Ziele zu verändern
Düsseldorf. Otto-Chef Alexander Birken wehrt sich dagegen, die Klimaschutz- und Diversity-Ziele des Unternehmens zu verändern. „Wir werden doch jetzt nicht wegen des politischen Drucks aus bestimmten Richtungen unsere Werte aufgeben“, erklärt er im Interview mit dem Handelsblatt. Der „Kampf um die kulturelle Deutungshoheit, der uns allen schadet“, sei eines der größten gesellschaftlichen Probleme zurzeit. „Wir haben uns früher für Vielfalt eingesetzt und werden das auch in Zukunft tun.“
Zugleich hält er den Klimaschutz für eines der vordringlichsten Themen für die Menschheit. „Es wird so getan, als ob wir keinen Klimawandel hätten, keine damit verbundenen negativen Auswirkungen spüren würden und stattdessen wieder in Kohle, Erdgas und Erdöl einsteigen könnten“, warnt Birken. „Das aber wäre fatal für uns und auch für die nachfolgenden Generationen.“
Wirtschaftlich habe die Otto Group im Ende Februar ablaufenden Geschäftsjahr die Wende geschafft, so Birken. Nach zwei Jahren mit roten Zahlen werde das Unternehmen „auf allen Ergebnisebenen in die Gewinnzone kommen“, sagte der Otto-Chef, der im März in den Aufsichtsratsvorsitz wechselt. Der Umsatz werde auf Vorjahresniveau liegen, nachdem er im Jahr zuvor deutlich zurückgegangen war.